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Griechenland – Von der Küste über die Berge zu den Meteora Klöstern

Endlich gibt es wieder einen Blog Eintrag! Wieso das so lange gedauert hat? Wir haben einfach nichts berichtenswertes erlebt. Die meiste Zeit in Griechenland haben wir am Strand verbracht. Besonders hier in Nordgriechenland gibt es herrlich viele Strände, an denen man mit dem Camper direkt an den Strand fahren kann und den ganzen Tag für sich alleine ist. Auf dem Weg zu solch einem Strand sind wir dann auch das erste Mal stecken geblieben. Es hatte in der vergangenen Nacht geregnet und der Weg sah nicht so aus, als kämen wir durch. Also wichen wir kurz auf die angrenzende Wiese aus, die leider, was man auf den ersten Blick nicht sah, sehr matschig war. Nachdem wir über eine Stunde damit verbracht hatten Holz unter die Reifen zu schieben, kam das erste Mal jemand vorbei. Leider kein Auto sondern nur ein Roller. Die Schweiz-Griechen darauf riefen aber direkt ihren Nachbarn an, der dann mit deren Mercedes SUV kam und uns befreite. Alleine hätten wir wohl noch lange dort gesteckt. Wir hatten vorher auch schon einen älteren Griechen der auf dem Weg zum Angeln war aus einem Schlammloch befreit, das sich durch den starken Regen in der Nacht gebildet hatte.

Nach ein paar ausgiebigen Tagen am Meer haben wir die östliche Küste verlassen und haben uns auf den Weg ins Landesinnere, zu den Meteora Klöstern gemacht. In dieser Region gibt es massive säulenartige Felsen, die hoch in den Himmel ragen. Auf vielen dieser Felsen haben Mönche Klöster gebaut um in Kriegszeiten sicher zu sein. Früher gab es Leitern und Seilzüge, die die einzige Möglichkeit waren die Klöster zu erreichen. Heute gibt es lange, in den Fels gehauene Treppen, die es einem ermöglichen sicher zu den Klöstern zu gelangen. Man kann die Klöster gegen einen Eintritt besichtigen, Voraussetzung ist, dass man die ungewöhnlichen Öffnungszeiten beherzigt. Im Inneren gibt es Wohnbereiche der Mönche (und in einem Kloster der Nonnen) die man nicht besichtigen kann. Die Kapellen sind öffentlich zugänglich und sind von oben bis unten mit Fresken gestaltet. (Leider darf man nicht fotografieren). Der Hauptgrund für uns, den Weg zu den einzelnen Klöstern auf uns zu nehmen, war der grandiose Ausblick, den man von oben auf den Berge, Täler und umliegenden Klöster hat.

Der weitere Weg führte uns in Richtung der Westküste. Zwischen uns und der Küste lagen aber noch hohe Berge, also ging es Serpentine um Serpentine in die Höhe und dann wieder runter, immer Angst um die Bremsen. Doch dann erblickten wir vor uns ein Meisterwerk Griechisch- Europäischer Baukunst. Eine Autobahn quer durch die Berge. Diese Autobahn bestand fast nur aus Brücken und Tunneln. Wir fuhren von Tunnel über einen Brücke in den nächsten Tunnel und das fast alleine, anderer Verkehr war selten. Wir erreichten so sehr viel schneller unseren nächsten Stoppunkt, die Quelle des Acheron, am Fuß der Berge. Das Wasser an diesem Gebirgsfluss ist Eiskalt, was an den vielen Quellen liegt. Der Fluss liegt die meiste Zeit in einer engen Schlucht und man sieht ihn nur manchmal von den Bergen ringsum. Wir sind die Schlucht ein paar Kilometer am Berg entlang hoch gewandert, haben dann unsere Sachen in einem Müllbeutel verstaut und sind durch den Fluss wieder zurück. Oben, wo wir gestartet haben, war das Wasser nur etwas kühl, aber umso weiter wir bergab kamen umso kälter wurde es. An manchen Stellen sprudelte nur ein bisschen klares Gebirgswasser aus einer Quelle, an anderen Stellen wurde der Fluss viel breiter und kälter. Es gab Stellen mit kleineren Stromschnellen und enge Passagen die wir durchschwimmen mussten weil das Wasser zu tief war. Nach ein paar Stunden kamen wir mit tauben Füßen an unserem Startpunkt an und gönnten uns erst mal eine heiße Dusche im Camper.

 

Istanbul & die Gastfreundschaft der Menschen

In Bulgarien war uns aufgefallen, dass wir bisher (und das waren immerhin gut 3500 Kilometer) keinen einzigen Stau hatten. Das sollte sich in Istanbul schnell ändern. Mit einem 6 Meter langen Gefährt, dass nicht unter jeder Brücke durch passt und fast so breit ist wie ein LKW in eine Großstadt wie Istanbul, das klingt erst mal nicht nach der klügsten Entscheidung. Jedoch hatten wir im Internet von einem Parkplatz direkt am Bosporus gehört, von dem viele Sehenswürdigkeiten zu Fuß erreichbar wären und Camper geduldet würden, auch wenn es kein Campingplatz sei. Diesen Platz wollten wir ansteuern.

Also befragten wir die Campingplatz Betreiberin an der Türkisch Bulgarischen Grenze nach dem klügsten Weg und der besten Abfahrtzeit. Trotzdem wurden die Straßen immer voller je näher wir der Stadt kamen bis der Verkehr zum Erliegen kam. Nach einer gefühlten Ewigkeit erreichten wir den Parkplatz auf den schon andere Camper, besonders aus Frankreich standen.

Die nächsten 3 Tage streiften wir durch Istanbul, gingen auf den Basars Shoppen, besichtigten Moscheen und andere Sehenswürdigkeiten und genossen das köstliche Türkische Essen.

Sobald die Türken hören, dass man Deutsch spricht, haben die meistens mindestens ein „Hallo wie geht’s?“ auf Lager, sehr viele die wir getroffen haben sprechen richtig gut. Mit Deutsch kamen wir genau so weit wie mit Englisch. Auf der Autobahn fuhr auch mal ein Auto neben uns, die Jungs darin kurbelten die Scheibe runter und riefen wo wir her kommen um bei unserer Antwort winkend und hupend weiter zu fahren. In einem Restaurant erzählte uns der Kellner, dass er vor kurzem in Köln gewesen wäre und über der Pizzeria zwischen Rewe und Aldi auf der Neusser Straße gewohnt hätte, direkt ums Eck bei uns.

Ganz ähnlich ergeht es und in Griechenland, wo wir momentan sind. Die letzten beiden Nächte haben wir außerhalb von Orten am Strand verbracht. Am ersten Morgen trafen wir einen Griechen, der früher mal in Dortmund gearbeitet hat und uns auf Bier, Kaffee und Krebse zu sich nach Hause einlud. Wir lehnten ab, da es halb 12 Mittags war und der Mann schon ziemlich betrunken war. Am zweiten morgen hielt neben uns ein Mofa mit einem alten Mann der seinen Hund ausführte. Er klopfte an die Scheibe und fragte wo wir in Köln wohnen würden, er käme aus Deutz. Dann zeigte er seine Bayer Jacke, wo er bis zu seiner Rente gearbeitet hätte. Im Sommer wären sie immer in Griechenland. Er verabschiedete sich, kam 30 Minuten später im Auto mit Kölner Kennzeichen und seiner Frau wieder und brachte zwei große Tüten mit Obst und Gemüse aus seinem Garten mit.

Seit Istanbul sind wir quasi auf dem Rückweg, der Östlichste Punkt unserer Reise ist erreicht. Wir haben uns einen Fährplatz gebucht, der uns Durres, Albanien nach Bari, Italien bringt. Am 17.09 um 23:00 Uhr geht’s los.

Jetzt sind wir in Thessaloniki und haben das erste Mal richtig schlechtes Wetter. Es ist kühl, grau und es regnet immer mal wieder.

Dubrownik – die wohl schönste Stadt Kroatiens

Dubrownik ist die in Kroatien am meisten besuchte Stadt. Der Grund dafür ist die große, vollkommen erhaltene Altstadt mit ihrer imposanten Befestigungsanlage. Zum Glück lagen keine großen Kreuzfahrtschiffe vor Anker, so waren es nicht ganz so viele Menschen die sich in den Gassen tummelten.

Wir haben die Besichtigung mit einer Tour über die Stadtmauer begonnen, über die man die ganze Stadt umrunden kann und einen herrlichen Blick über die Dächer, das Meer und die vorgelagerte Insel hat. Mittags haben wir zufällig zwischen den ganzen Fischrestaurants ein kleines veganes Lokal gefunden in dem wir gut gegessen haben.

Wir hatten einen Campingplatz in einem kleinen Vorort von Mostar auf dem wir unseren Camper unter Limetten- und Feigenbäumen parken konnten. Der Mittelpunkt des Platzes war eine kleine Kapelle, die nicht mehr genutzt wird. Der Luxus des Platzes war, dass wir mit einem Wassertaxi direkt in die Altstadt fahren und nach der Stadtbesichtigung nochmal kurz in die kühlende Adria springen konnten.

 

Mostar

Mostar ist der Name einer kleinen Stadt in Bosnien und Herzegowina. Das Wahrzeichen der kleinen Altstadt ist eine Brücke, die im Konflikt zwischen Bosnien und Kroatien die Grenze bildete. Die Stadt wurde im Krieg stark zerstört, jedoch sind die Brücken und die meisten alten Gebäude wieder restauriert worden. Für die Jugendlichen von Mostar ist es eine Art Mutprobe von der Brücke in den Fluss zu springen. Die Jugendlichen sammeln bei en Touristen Geld und springen dann in die Tiefe.

Eigentlich wollten wir in Mostar übernachten, da die Stadt aber wirklich klein ist haben wir am selben Tag die Weiterfahrt nach Dubrownik angetreten. Obwohl es nicht besonders weit ist hat die Fahrt sehr lange gedauert, da die Straßen nicht besonders gut ausgebaut sind.