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Kornelius wird zum zweiten Mal verkauft

Wir haben von kurzem eine Email von den neuen Besitzern von Kormelius erhalten, die Ihre Route nun auch abgeschlossen haben und wieder zurück in Sydney sind. Kornelius wird nun also wieder verkauft. Den Link dazu gibts hier:

http://www.gumtree.com.au/s-ad/sydney-city/caravan-campervan/toyota-townace-van-from-1996-4500-nsw-rego-up-to-22-12-12/1003129759
(mittlerweile offline)

Das wars

Ein letztes mal Hallo

wir sind jetzt seit einer Woche wieder in Deutschland und haben uns mehr oder weniger wieder eingelebt. (So gut das an Karneval möglich ist). An dieser Stelle möchten wir uns nochmal bei allen bedanken die unsere Einträge gelesen haben. Vielen Dank!

Das bedeutet jetzt, dass es in Zukunft keine neuen Berichte mehr an dieser Stelle geben wird. Die Seite bleibt aber noch etwas online. (cologne-australia.de)

Schöne Grüße

Matthias

Der letzte Bericht aus der Ferne

Ein letztes mal Hallo aus Bangkok

wir verbringen gerade unseren letzten Tag hier mit am Pool liegen und nichts tun. Das Wetter ist wie immer heiß über 30°C. Das wird wohl morgen Abend ein ziemlicher Schock werden wenn wir in der ‚Verbotenen Stadt‘ aus dem Flieger steigen. Aber scheinbar fängt es ja gerade an zu schneien und auch wenn die meisten gar keine Lust auf Schnee an Karneval haben freue mich mich drauf.

Heute morgen haben wir das Hotel gewechselt und verbringen heute die letzte Nacht in der Nähe vom Flughafen um morgen früh weniger Stress zu haben. Trotzdem müssen wir um 6 Uhr los da um 9 Uhr der Flug geht. Zwischendurch werden wir noch zwei Stunden aufenthalt in Dubai haben wo wir das Flugzeug wechseln müssen.

In den letzten Tagen haben wir nochmal das Großstadt Leben in Bangkok genossen.

Einen Tag waren wir in einem der wenigen Parks von Bangkok. Viel Grün gibt es hier in der Stadt sonst nicht. In dem Park gab es mehrere Seen wo man Tretboot fahren konnte. Haben wir natürlich auch gemacht. Dabei haben wir nicht nur viele Schildkröten gesehen sondern auch riesige Eidechsen die in dem See nach Fischen gejagt haben. Ein Exemplar hat es dann auch geschafft einen riesigen ekligen Fisch zu schnappen und an Land zu zerren. Wir haben dann beobachtet wie die Eidechse versuchte den noch lebenden Fisch zu verspeisen.

Natürlich waren wir auch viel Shoppen, sowohl in riesigen klimatisierten Malls als auch auf engen stickigen Märkten. Dafür dass wir so viel Zeit dort verbracht haben ist die Ausbeute nicht besonders. Viel gekauft haben wir nicht. Ein Highlight war der Chatuchak Weekend Markt der größte Markt der Welt auf dem sich pro Tag 200 000 bis 300 000 Menschen aufhalten sollen. Wir sind die meiste Zeit planlos durch die Gassen gelaufen, da es fast unmöglich ist den Überblick zu behalten.

Zu kaufen gibt es eigentlich überall das selbe auf den Märkten. Jede Menge (meist sehr schlecht) gefälschte Markenklamotten, Schuhe und Uhren. Die Marken sind auch überall gleich, hauptsache Teure Marken wie Gucci, Boss oder Rolex. Aber wie gesagt meisten so schlechte Qualität, dass jeder Euro rausgeschmissenes Geld wäre. Das war wohl auch ein Grund dafür, dass wir nicht viel gekauft haben.

Angesprochen wurden wir auch oft uns Anzüge oder Hemden Maßschneidern zu lassen. Die Angebote haben wir aber auch immer abgelehnt.

Es gibt aber nicht nur Kleidung zu kaufen. Es gibt auch diverse Stände mit allen Arten von Schlagstöcken und-Ringen, Messern und ählichem. Wir haben aber auch einen Stand gefunden bei dem man sich einen Deutschen Führerschein, ein Harvard Diplom, eine St. Pauli Dauerkarte oder einen Presseausweis hätte kaufen können. Der Führerschein sah auch ziemlich gut gemacht aus, uns wäre nicht aufgefallen das er gefälscht war.

Wir haben auch mehrere Produkte mit Hakenkreuzen oder SS Ruhnen gefunden die da wie selbstverständlich verkauft wurden. Die Fotos davon haben wir aber heimlich gemacht, die Verkäufer wollen nicht dass man da Bilder macht.

Am Samstag Abend wollten wir dann nochmal weg gehen. Wir hatten uns vorgenommen zuerst in die Vertigo Skybar  zu gehen und danach in den Bed Supper Club, einen der Inclubs Thailands.

Die Skybar ist im 60 Stockwerk eines der teureren Hotels Bangkoks. Das ganze Dach des Hotels ist eine Bar mit einem fantastischen Blick über Bangkok. Eigentlich wollten wir dort nur zwei Cocktails trinken, weil die Preise für Bangkok schon recht happig waren und eher Europäischem Standard entsprachen. Allerdings setzte sich ein Mitfünfziger Paar neben uns die aus Bayern kamen und wir kamen ins Gespräch. Als wir gehen wollten wurden wir von den beiden den weiteren Abend eingeladen. Daran lag es, dass wir es nicht mehr in den Club geschafft haben, da dieser um 2 Uhr zu macht. Trotzdem war es ein sehr lustiger Abend mit den beiden in der Bar. Am Ende wurden wir für das nächste Oktoberfest nach Bayern eingeladen um bei den beiden in Tutzing am Starnberger See zu übernachten.

Einen Tag waren wir auch noch im Zoo in Bangkok. Die Souvenir Shops dort waren voll mit Plüsch Pandas und auch sonst waren überall Bilder von Pandas. Nur echte Panda Bären gab es komischerweise nicht. Ansonsten war der Zoo eher durchschnittlich, zu erwähnen ist nur, dass die Tiere wohl noch schlechter behandelt werden als in Deutschen Zoos.

Das war nun der letzte Bericht unserer Reise. Wir wollen uns zum Schluss noch bei euch bedanken, dass ihr unsere Berichte hier so aufmerksam verfolgt habt und so viele Kommentare geschrieben habt. Jeder unserer Berichte wurde zwischen 200 und 400 mal gelesen und es wurden ca. 100 Kommentare drunter geschrieben.

Ab morgen Abend sind wir wieder unter unseren Deutschen Handynummern erreichbar, die Thailändische und Australischen Nummern funktioniere dann nicht mehr.

Bilder von den letzten Tagen gibt es natürlich auch noch!

Schöne Grüße und bis die Tage.

 

 

Erkenntnisse aus Australien

Hallo zusammen,

Bevor wir Australien verlassen gibt es hier noch ein paar Infos über Australien und die Australier wie ich sie in den letzten Monaten kennen gelernt und empfunden habe.

  • Die Australier und die Freundlichkeit:

Die Australier scheinen sehr viel freundlicher zu sein als die Menschen in Europa. Begrüßt wird man mit einem „How are you going?“ Auf das man ein „Good, and you?“ antwortet um zu erfahren dass es seinem Gegenüber auch gut geht. Auch wenn man mal ein Problem oder eine Frage hat helfen die Australier sehr gerne, googlen Dinge für einen, rufen Bekannte an um Infos einzuholen und tuen sonst alles um dir zu helfen. Australier laden einen auch gerne mal ein sich zu ihnen zu setzen. So sind wir mehrmals mit Essen und Getränken von netten Australiern versorgt worden.

  • Die Australier und das Essen:

Die Australier gehen gerne Essen. Besonders gerne auch in Fastfood Restaurants. Wenn man hier einen Mc Donalds sieht kann man sich sicher sein, dass Burger King (heißt hier Hungy Jacks), Subway, Pizza Hut und all die anderen Ketten nicht weit sind.

Eine wirkliche Esskultur gibt es hier  (noch) nicht. Zu kaufen gibt es alles, Europäische Küche, Amerikanisches Fastfood und natürlich auch Asiatisches Essen jeglicher Art. Wichtig scheint den Australiern nur zu sein, dass genug Fleisch dabei ist. Den Eglischen Einfluss kann man überall noch schmelcken. Fish & Chips sind genau so vertreten wie Baked Beans and Sausages zum Frühstück.

Das Grillen kann als die in Australien beliebteste Zubereitungsart von Essen genannt werden. Aufgrund des gutem Wetters kann man hier in jedem Park Gruppen sehen die sich um die öffentlichen Grills drängen oder gemütlich im Gras sitzen und picknicken. Am Wochenende finden an den Stellen regelmäßg (Kinder-) Geburtstage statt.

  • Die Australier, ihre Geschichte und Kultur: 

In 250 Jahren kann sich nicht so viel Entwickeln, daher sollte man sich nicht wundern, dass es hier in Museen wenig geschichtliches oder historisches zu entdecken gibt. Auch wenn die Australier fleißig daran arbeiten eine eigene Kultur zu prägen wird es wohl noch etwas dauern, bis die Museen und Archive gefüllt sind.

Ähnliches gilt auch für den Australischen Baustil. Die Innenstädte sehen aus wie in den USA oder Asien, riesige Wolkenkratzer und Glasbauten. Wenn man dazwischen ein ates Gebäude sieht, könnte das von der Architektur auch in London stehen. Auf dem Land, z.B. in Queensland haben sich eigene Stile entwickelt, die sogenannten Queenslander Häuser, einstöckig, aus Holz mit Veranda und oftmals etwas erhöht um gegen Überschwemmungen gewappnet zu sein.

Große architektonisch bewunderswerte Kirchen gibt es hier auch fast nicht. Das mag natürlich auch am Alter des Landes liegen, warscheinlich aber auch an der Anzahl der Religionen. Kirchen sind von außen oftmals schmucklos und Zweckmäßig, besonders in kleinen Gemeinden auf dem Land.

  • Die Australier und der öffentliche Raum:

Das ist etwas was sicherlich jeder der mal in Australien war zuhause vermissen wird. Die weitläufigen und perfekt gepflegten Parks in jedem Ort, die Sportanlagen die frei für jeden zur Verfügung stehen, die gratis Elektro Barbeques die es überall gibt und die Skateparks die weitaus besser und größer sind als in Deutschland und auch in dem kleinsten Ort stehen. Dazu gibt es an jeder Ecke gratis Toiletten un an nahezu jedem Strand Duschen. In Australien wird wohl ein vielfaches an Geld für Stadtmöbellierung ausgegeben als es in Deutschland der Fall ist, jedoch werden diese Einrichtungen auch rege genutzt.

Die großen Städte in Australien sind nach dem Schema einer Nordamerikanischen Stadt aufgebaut. Die Straßen verlaufen parallel im Schachbrettmuster und die Skyline hebt sich deutlich vom Rest der Stadt ab. Sehr unkreativ sind die Australier was ihre Straßennamen angeht. In jeder stadt findet man genau die selben Namen.

  • Die Australier und der Umweltschutz:

Die Supermärkte werben damit, dass man seine eigenen Einkaufstüten mitbringen soll, jedoch bekommt man bei jedem Einkauf (außer bei Aldi) ein Dutzend billig Tüten dazu. Solarenergie oder Windkraftwerke sucht man hier auch (noch) vergebens, obwohl die Sonne immer scheint und an der Küste genug Wind und auch Platz wäre.

Die Australier fahren lieber ihre V6 PKW die man hier sehr häufig findet und die meisten LKW ziehen beim Gas geben eine schwarze Qualmwolke hinter sich her.

Jedes Haus hat hier eine Klimaanlage in jedem Raum, eine Heizung für den Winter aber nicht. Wenn es im Winter mal kalt wird, wird halt mit Strom geheizt.

Wir haben auch mal versucht leere Batterien im Supermarkt abzugeben, uns wurde darauf hin gesagt, dass wir sie in den normalen Müll schmeißen können…

Nachdenklich werden die Australier wohl nur wenn Experten das Great Barrier Reef als akut gefährdet ansehen, wie von Greenspeace schon oft geschehen.

  • Die Australier auf der Straße:

Man darf in Australien nur 110km/h auf den Highways fahren. Da die meisten Highways wie schlechte Landstraßen in Deutschland aussehen ist das kein Problem. Anders als in Deutschland ist allerdings, dass die Roadtrains mit über 100t Gewicht auch diese Geschwindgkeit fahren und ein langsameres Fahrzeug (wie uns) auch gerne überholen.

Die Australier sind aber sehr viel Entspannter beim fahren als die Europäer. Gehupt wird fast nie und auch wenn jemand langsam ist beschwert sich fast niemand.

Die Australier sind mindestens genau so Wohnwagen- und Camping Verrückt wie die Holländer. Es scheint das halb Australien den Sommer im Wohnwagen verbringt. Hier gibt es auch solche Konstruktionien wie Dachzelte, Anhängerzelte oder auch Offroad Wohnwagen.

In Australien sieht man sehr viele VW T2 Campervans. Sehr viel mehr als in Deutschland. Diese sind oft orginal Ausgebaut und gut erhalten. Teuer sind sie aber auch hier. Ein Backpacker wird nicht so ein Auto fahren.

  • Die Australier als Spaßbremsen:

Alkohlol trinken in der öffentlichkeit ist fast immer verboten. An manchen Stellen darf man tagsüber Alkohol trinken, abends aber nicht. Wer sich also mit einem Bier an den Strand setzt muss damit rechnen eine hohe Strafe zu zahlen wenn er erwischt wird.

Die Preise für Alkohol und Zigaretten sind astronomisch. Für ein Sixpack Bier zahlt man schnell mal 15$ im Bottle Shop. Aus dem Grund sehen viele Australische Jugendliche Europa scheinbar als „Paradies“ an.

  • Die Australier und Skateboarden:

In Australien sieht man viele Leute mit Skateboards und Longbaords. Jedoch scheinen die meisten nicht wirklich fahren zu können. Viele fahren Barfuß, mit Flipflops oder tragen ihr Board gleich lieber. Es sind sehr viele Billig- Plastik Boards unterwegs und in jedem Klamottenladen gibt es Komplettboards zu kaufen. Außerdem sieht man außergewöhnlich viele Mongo Pusher. Die Australier sollten sich lieber aufs Surfen konzentrieren, denn das beherrschen sie weit besser.

  • Die Australier und Weihnachten:

Weihnachten am Strand in der Sonne. Eine tolle Vorstellung. Und was ganz anderes als bei uns. Allerdings hatte ich das Gefühl, dass Weihnachten nicht so groß gefeiert wird wie bei uns. Abgesehen von der bunten Plastik Deko und den Weihnachtsmänndern in den Malls deutet vorher nichts auf Weihnachten hin. Auch nach Weihnachten (am zweiten Weihnachtstag) gehen wieder alle ihren normalen Beschäftigungen nach. Weihnachten besteht hier nur aus einem Tag, viel gutem Essen, Alkohol und Geschenken.

  • Die Australier und ihre Backpacker:

Was wären die Australier ohne die Backpacker. Die kommen in Schaaren und haben einen ganzen Wirtschaftszweig geschaffen. In jedem noch so kleinen Kaff gibt es ein Backpackerhostel. In den Großstädten sind es ganze Straßenzüge die Hostels, Backpacker- Bars und Reisebüros beheimaten, in denen die Backpacker ihre hart verdienten Dollar ausgeben können. Ein sehr großer Teil scheint auch aus Deutschland zu kommen. In jedem Ort hört man Deutsche Stimmen und wenn man sich dann umschaut sieht man andere Backpacker, meistens Jungs und Mädles die gerade das ABI hinter sich gebracht haben. Das man so viele Deutsche trifft ist meistens ganz lustig kann aber nach einiger Zeit auch etwas nerven.

  • Die Australier und die Deutschen:

Wenn einen ein Australier fragt wo man her kommt und man dann mit „Germany“ antwortet werden im folgenden Gespräch ganz sicher folgende Worte fallen: „Oktoberfest“ und „Autobahn“. Die Australier sind nämlich (leider) der Meinung, dass es überall in Deutschland so aussieht wie in Bayern und wir alle immer auf das Oktoberfest gehen. Die Autobahn beeindruckt die Australier nicht nur wegen den breiten guten Spuren sondern besonders wegen dem Gerücht man dürfte so schnell fahren wie man wolle. Das wollen die meisten Australier dann im Gespräch von einem bestätigt haben.

Bei jungen Australiern sind Deutsche Festivals auch sehr beliebt. Auch wenn die wenigsten warscheinlich schon mal da…

 

Das war mein kleines Australien Resumé.Ich hoffe es hat euch die Australier (wie ich sie erlebt habe) etwas näher gebracht.

Grüßen möchte ich besonders die Leute die wir hier kennen gelernt haben, auch wenn die wenigsten wahrscheinlich hier lesen werden. Viele Grüße natürlich auch an euch zuhause die ihr jeden Tag auf unsere Seite geschaut habt. 

Der Dank bedeutet natürlich nicht, dass es in Zukunft keine Berichte mehr geben wird. Wir werden euch natürlich weiterhin mit Infos und Bildern aus Thailand beliefern.

Den nächsten Bericht gibt es dann aus กรุงเทพมหานคร (Bangkok).

Bis dahin. Matthias