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Dubrownik – die wohl schönste Stadt Kroatiens

Dubrownik ist die in Kroatien am meisten besuchte Stadt. Der Grund dafür ist die große, vollkommen erhaltene Altstadt mit ihrer imposanten Befestigungsanlage. Zum Glück lagen keine großen Kreuzfahrtschiffe vor Anker, so waren es nicht ganz so viele Menschen die sich in den Gassen tummelten.

Wir haben die Besichtigung mit einer Tour über die Stadtmauer begonnen, über die man die ganze Stadt umrunden kann und einen herrlichen Blick über die Dächer, das Meer und die vorgelagerte Insel hat. Mittags haben wir zufällig zwischen den ganzen Fischrestaurants ein kleines veganes Lokal gefunden in dem wir gut gegessen haben.

Wir hatten einen Campingplatz in einem kleinen Vorort von Mostar auf dem wir unseren Camper unter Limetten- und Feigenbäumen parken konnten. Der Mittelpunkt des Platzes war eine kleine Kapelle, die nicht mehr genutzt wird. Der Luxus des Platzes war, dass wir mit einem Wassertaxi direkt in die Altstadt fahren und nach der Stadtbesichtigung nochmal kurz in die kühlende Adria springen konnten.

 

Split

Nach Split kamen wir zuallererst um unseren Camper einer Werkstatt vorzustellen. Da Split mit knapp 200.000 Einwohnern eine der Großstädte Kroatiens ist schien es für uns sinnvoll hier eine Werkstatt aufzusuchen. Der ADAC hatte uns in einer ihrer Vertragswerkstätten angekündigt. Als wir morgens auf den Hof der Werkstatt fuhren wollte sich niemand um unser Problem kümmern. Wir sollten damit zu einem Fiat Händler fahren. Wir haben versucht klar zu machen, dass unser Problem nichts mit Fiat zu tun hat, weil der Wohnmobilaufbau nicht von Fiat ist, jedoch war das den Mechanikern egal. Sie hatte schlicht keine Lust. Also haben wir wieder beim ADAC angerufen und haben um die nächste Adresse gebeten. Die nächste Autowerkstatt war direkt um die Ecke. Als wir bei „Autotuning Marko“ ankamen wurde gerade ein anderer deutscher PKW vom Abschlepper abgeladen. Marko sagte uns, dass wir waren müssen bis er sich um den Wagen gekümmert habe. Also saßen wir bei 30° vor seiner Werkstatt im Camper, weil es draußen keinen Schatten gab und haben die Werkstatt durch die Fenster beobachtet. Als Marko dann nach mehreren Stunden Wartens Zeit für uns hatte glaubten wir nicht, dass er sich unseres Problems annehmen, oder uns auf den nächsten Tag vertrösten würde. Jedoch wurde sofort das Problem mit uns besprochen und dann ging es auch schon los. Marko holte Lade- und Messgerät und machte sich über unsere Elektrik her. Zwischendurch klingelte unzählige Male sein Handy und der ADAC kündigte neue Fahrzeuge an. Nach 30 Minuten hatte Marko den Fehler, den Sicherungskasten im Motorraum und nach weiteren 30 Minuten konnten wir mit einem neuen und einer funktionierenden Bordelektrik vom Hof rollen.

Nach diesem Erfolgserlebnis sind wir gut gelaunt in die Altstadt von Split gefahren und haben mit Eis in der Hand eine Tour durch die schmalen Gassen gemacht. Split ist, wie viele Städte Kroatiens durch den Einfluss Venedigs und der Römer geprägt, was man an der Bauweise stark erkennen kann. Die Stadt ist umgeben von einer gut erhaltenen Stadtmauer mit unzähligen Toren. Leider ist die Stadt wie auch die anderen kroatischen Städte gepflastert mit Souvenirshops in denen es überall die gleichen kitschigen Souvenirs gibt. Shopping fiel also aus.

 

Nord Dalmatien

Von den Plitwitzer Seen ging es in Richtung Küste, runter vom Gebirge, weg vom schlechten Wetter hin zum Sonnenschein und 30°C. Sobald wir die Berge überwunden hatten wurde es schlagartig anders. Die Landschaft wurde grauer und wüstenähnlich und die Temperatur stieg auf 30°C. Wir sind dann auf die Insel Pag gefahren, die man über eine Brücke erreichen kann. Die Insel ist an den meisten Stellen karg und ohne viel grün. Im Inneren der Insel haben wir aber auch Täler mit Wiesen und Bäumen gesehen. Leider war die Camping Situation vorher unklar. In unseren Reiseführern waren nur sehr dürftige Informationen. Da unser Elektrikproblem weiterhin besteht wollten wir lieber wieder auf einen Autocamp. Der einzige Campingplatz von dem wir wussten wollte dann ca. 40€ für eine Nacht von uns. Nach unserer Absage gab uns die Mitarbeiterin den Tip noch etwas weiter zu fahren. Nach einem kleinen Schild und einer sehr steilen Straße standen wir dann auf einem Campingplatz der von einer Mischung aus Dauercampern, Hippies, und Jugendlichen bewohnt wurde. Die Ausstattung war schlecht, es war ultra dreckig aber sonst gut. Der Platz lag unmittelbar am Meer, also genau das was wir brauchten.

Am nächsten Tag sind wir dann irgendwann weiter in Richtung Süden, haben Pag’er Käse (ähnlich wie Parmesan) gekauft und sind nach Zadar, eine für Kroatische Verhältnisse, Großstadt.

Zadar bietet eine nette enge Altstadt mit venezianischer Stadtmauer. Viele Gebäude sind aber nicht mehr alt, da die Stadt in den letzten Kriegen stark umkämpft war. Zadar hat aber auch rundherum das Meer, man kann sofort von der Altstadt ins Meer hüpfen.

Ein lokaler Architekt hat an der Uferpromenade zwei ungewöhnliche Denkmäler geschaffen, dem Meer und der Sonne.

Das Meeresdenkmal ist eine Meerorgel, die durch den Wasserdruck immerzu Musik macht. Die Klänge kann man an der ganzen Promenade hören. Im Boden sind Löcher durch die die einzelnen Töne kommen. Es ist eine sehr ruhige Musik, die sich bei Wellen von vorbeifahrenden Schiffen verändert.

Der „Gruß an die Sonne“ ist ein großer Kreis im Boden, der aus einer Solaranlage besteht. Tagsüber sammelt die Anlage genug Strom um die Promenade mit Licht zu versorgen. Abends, sobald die Sonne untergegangen ist, beginnen die Leds zwischen den einzelnen Solarpanals eine Lichtshow die sich viele Leute anschauen.

Noch ein kurzes Update zum weiteren Verlauf und zum Zustand unseres Campers.

Wir hatten in Zadar versucht eine Werkstatt zu suchen, die uns helfen kann. Der ADAC war hilfreich mit der Vermittlung, aber die Werkstatt hatte zu viel zu tun. Der ADAC hat uns nun für Montag einen Autoelektriker in Split gesucht, der Montag oder Dienstag Zeit hat. (Termine gibt’s nicht). Vielleicht können uns die Experten da ja helfen. Heute sind wir in Vodice, einem kleinen Küstenort zwischen Zadar und Split, morgen geht’s in den Krka Nationalpark.

Schönen Gruß

Going East – von Kilometern und Problemen

Los geht’s! Wir sind unterwegs!

Sonntag ging es endlich los, später als geplant machten wir uns auf Richtung Süden. Die erste größere Etappe sollte durch halb Deutschland, Österreich und Slowenien gehen.  Wir waren lange auf der Autobahn, bis wir uns entschieden die erste Nacht noch in Deutschland zu verbringen, allerdings schon in Sichtweite der Berge.

Wir sind bis an den Chiemsee gefahren, haben uns dort im kleinen Ort Prien einen ruhigen Parkplatz gesucht und wollten unsere erste Womo Mahlzeit kochen. Also ab nach hinten,  Licht an und los gehts.

Bei der vierten Lampe, die wir anmachten wurde es schlagartig dunkel, Sicherung raus. Sicherungen wieder rein brachte nicht die erwünschte Wirkung. Nachdem wir 30. Minuten alles ausprobiert hatten was uns einfiel gingen wir schlecht gelaunt raus um was zu Essen zu suchen.

Wir landeten in einem typischen bayrischen Dorffest (Sonntags Abends!) mit großen Biergläsern, Dirndln und Lederhosen und jeder Menge Bühnen mit Blasmusik.

Am nächsten Morgen ging dann der erste Weg zum Baumarkt ein Multimeter kaufen. Danach wurde probiert, gesucht und im Forum nach Hilfe gefragt. Wir waren auch so weit, dass wir mehrere Werkstätten anriefen, die allesamt keine Zeit hatten. Mit schlechter Laune warfen wir den Motor an und siehe da, alles klappe wieder normal, ohne, dass wir irgendwas dafür getan hätten. Da unsere Laune echt nicht gut war und wir schon Mittag hatten entschieden wir uns einfach weiter zu fahren und das Problem zu vertagen. Also ab auf die Autobahn und nach Österreich an den Wörthersee, auf einen kleinen privaten Stellplatz, an dem wir Strom bekamen, der Abend war gerettet. Außerdem trat unser Problem nicht wieder auf. Wir haben uns dann am Wörthersee umgeschaut. Das Wetter war super, der Ort eher touristisch überlaufen und ziemlich teuer (so sahen zumindest die Autos auf der Straße aus).

Nach dem kurzen Stopp ging es morgens früh wieder los in Richtung Slowenien. Kurz hinter den Grenze waren wir in dem kleinen Ort Bled, der mit See, Insel im See und Burg vor Alpenpanorama hätte punkten können. Hätte, denn das Wetter war nicht gut, es war bewölkt und bei unserer Umrundung des Sees wurden wir ziemlich nass.

Nachmittags ging es in die Haupstadt, Ljubiljana auf der wir einen zentralen Parkplatz ansteuerten um die Altstadt zu erkunden. Über der Stadt befindet sich ein Berg mit einer alten Burg, die man per Seilbahn erreichen kann. Wir nahmen statt dessen den steilen Fußweg und hatten später einen Ausblick auf eine Mischung aus Altstadt und hässlichen Ostbauten.

Heute haben wir uns auf dem Weg nach Kroatien gemacht und sind nun an den Pliewitzer Seen, die wir uns morgen anschauen. Wir haben hier einen ganz kleinen Campingplatz hinten einem Wohnhaus gefunden, der sogar Wlan hat. Das Wetter für morgen ist leider auch nicht so gut angekündigt, aber mal sehen.

Leider ist unser Elektrik Problem eben auch wieder aufgetreten. Wir haben kein Licht, können nicht Duschen und der Boiler geht auch nicht, da kein Funke für zum Zünden kommt. Wir können nicht mal Wasser zum kochen zapfen, da die Wasserpumpe auch Strom braucht.

Positiv ist zum Auto zu sagen, dass er ohne Probleme läuft wir super drin schlafen können. Wir hoffen, dass wir den Fehler noch irgendwie finden und auch beheben können.

Anbei gibt es ein paar Bilder vom Wörthersee und Slowenien.