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Kurzer Zwischenbericht

Wir sind nun seit drei Tagen in der Hauptstadt von Pnomh Penh. Es ist zur Zeit nur viel zu heiß (ja das gibt es auch, auch wenn sich das in Deutschland momentan keiner vorstellen kann). Tagsüber sind es um 38 Grad, weshalb es sehr anstrengend ist durch die Stadt zu laufen.
Wir wollten in Pnomh Penh das erste mal shoppen gehen, was laut Reiseführer auch gut möglich sein soll. Wir wollten folgendes kaufen: Schnorchel Sets, Drybag, Wasserschuhe, kleine Flaggen Patches und Dinge die wir für Freunde zuhause mitbringen sollten. Wirklich gekauft haben wir GAR NICHTS. Das lag einfach daran, dass es überall nur den gleichen Ramsch zu kaufen gibt. Im dem Punkt hat sich die Stadt also nicht gelohnt.
Heute haben wir in einem Cafe beim rausgehen ein Exemplar des Neon Magazins gesehen. Das Magazin hatte sich gerade ein Tuk Tuk Fahrer geschnappt, der draußen auf Kundschaft wartete. Der Fahrer konnte sich natürlich nur die Bilder anschauen. Verstanden hat er natürlich nix. Wir wollten später wieder kommen und uns das Magazin abzuholen. Als wir wiederkamen fanden wir die Neon nicht im Cafe, aber vor der Tür stand das Tuk Tuk und die Neon klemmte zwischen den Sitzen. Wir haben dem Fahrer dann einen Dollar gegeben und jetzt haben wir die aktuelle Ausgabe der Neon 🙂
Die Neon können wir gut gebrauchen, denn morgen verlassen wir die Stadt und machen uns auf zum Meer. Zuerst geht es mit den Bus in die Grenzstadt Koh Kong City und übermorgen dann über Trat nach Koh Mak, eine kleine Thailändische Insel. Wir haben uns für eine Insel in Thailand und nicht in Kambodscha entschieden, weil die Inseln hier ein sehr schlechtes Preis Leistungsverhältnis haben. Für ein Bambus Bungalow mit kaltem Wasser und 4 Stunden Strom hätten wir gut 30$ zahlen müssen. In Thailand bekommen wir dafür (fast) westlichen Standart, Pool, etc.

Bilder gibt es heute nicht. Haben hier nix fotografiert.

Angkor Tag drei & Fazit

Heute waren wir den dritten Tag in Angkor. Dafür sind wir um 4 Uhr aufgestanden und waren die ersten am Angkor Wat um den Sonnenaufgang zu erleben. Nach kurzer Zeit wurde es aber richtig voll. Die Leute drängelten rum und jeder versuchte den besten Platz für seine Fotos zu bekommen. Nach dem Sonnenaufgang sind wir dann ins Angkor Wat rein, wo es wieder relativ ruhig war. Außerhalb vomTempel haben wir dann ein paar Affen gesehen, die wir fotografieren konnten.
Meinen Highlight Tempel, Ta Prohm war der einzige Tempel, den wir zur falschen Zeit besucht haben und in den Touristenmassen untergegangen sind. Die Tempelruine ist mit riesigen Würgefeigen überwachsen und ist bekannt aus dem Film Tomb Raider, weshalb er oft Tomb Raider Tempel genannt wird. Wegen des Filmes, der teilweise hier gedreht wurde, hängen in vielen Bars Filmplakate und es gibt Tomb Raider Cocktails, mit dem Getränk das Angeline Jolie (angeblich) am liebsten getrunken hat als sie hier war um den Film zu drehen.
Wie schon gesagt, hatten wir eigentlich recht viel Erfolg mit der Vermeidung der Touristenmassen, was an unserem Tuk Tuk Fahrer Kia lag, der uns zur richtigen Zeit zu den richtigen Tempeln fuhr. Ganz alleine waren wir natürlich trotzdem fast nie. Der Großteil der Touristen (besonders in Gruppen) kommt aus Asien, besonders Korea, China und Japan. Scheinbar können viele dieser Touristen nicht lesen. Wir haben Leute beobachtet, die sich auf der brüchigen Balustrade sitzend neben dem Schild „Achtung – Nicht auf die Balustrade setzen“ fotografieren liessen. Absperrungen wurden sowieso immer missachtet, es wurde im Tempel gegessen, geraucht und rum geschrien, kurz alles gemacht, was man nicht machen soll. Natürlich wurde auch alles angetatscht, auch wenn extra ein Schild da stand, das dies verbot.
Als kurzes Fazit könnte man sagen Angkor hat sich sehr gelohnt, auch wenn es mit weniger Touristen noch schöner gewesen wäre.
Morgen früh geht es mit dem Bus in 6+x Stunden nach Phnom Penh und dann steht Badeurlaub an 🙂

4000 Inseln

Hallo und viele Grüße aus Kambodscha, genauer gesagt aus Siem Reap, dem „Tor zu Angkor“.
Bevor ich aber aus Kambodscha berichte gibt es noch was aus Laos zu berichten. Unseren letzten Stop machten wir auf Don Det, einer Insel im Mekong. Die Region wird aufgrund der vielen Inseln, die besonders in der Regenzeit hervortreten 4000 Inseln genannt.

Die Reise von Vientiane zu der Insel haben wir im Sleeping Bus verbracht. Das ist ein Reisebus, der statt Sitze Betten bzw. So etwas ähnliches hat. Wir haben fest gestellt, das es beim Komfort und Platz Unterschiede zwischen den Bussen gibt. Wir hatten einen weniger guten Bus erwischt. Das lag aber vielleicht auch daran, dass wir erst wenige Stunden vor Abfahrt gebucht hatten.
Der Bus war ein Doppeldecker Bus, in dem man nicht stehen, sondern nur kriechen konnte. Unten gab es teilweise nicht mal Fenster. Wir lagen oben ganz hinten, hatten also den meisten Spaß mit den Laotischen Straßenverhältnissen. Die Betten waren bei der Länge auf Asiaten ausgelegt, was aber OK gewesen wäre. Was wirklich doof war, war die Tatsache, dass wir am Kopfende einen großen Metallkasten hatten, der sich als Sicherungskasten entpuppte und gefühlt 100 Grad heiß war. In der Nacht wurden wir mehrmal von dem Busfahrer geweckt, da er den Kasten öffnen musste um unter der Großzügigen Verwendung von Isolierband irgendwas zu reparieren. Dazu kam, dass die Klimaanlage im Bus defekt war, wir aber auf die Asiatischen Eisschrank Busse eingestellt waren. Kurz gesagt, es war eine wenig entspannende Nacht. Morgens früh wurden wir dann in einen kleinen Minibus umgeladen und zur Insel gefahren. Am Schluss mussten wir noch kurz auf aufs Boot umsteigen und waren endlich auf Don Det.
Weil das Angebot an Unterkünften bei Agoda sehr mager war, haben wir im Vorfeld kein Guesthouse gebucht.Wir hatten aber von einem netten Guesthouse gehört, das unter Deutscher Leitung steht. Dort sind wir dann hin und haben für 5€ pro Nacht ein nettes Bungalow mit Hängematten und Terrasse direkt am Mekong bekommen. Dabei gab es ein kleines Restaurant in dem es neben asiatischem Essen auch deutsche Klassiker wie Schnitzel oder Geschnetzeltes gab. Lutz, der Besitzer war sehr bemüht und hat uns auch mit Tips zur Insel geholfen.
Auf der Insel waren wir 4 Tage und haben uns es gut gehen lassen. Wir haben die Mekong Wasserfälle besucht, waren oft schwimmen, haben sehr gut gegessen und viel in der Hängematte gelesen. Außerdem haben wir viele nette Leute kennen gelernt, da Lutz’s Restaurant scheinbar ein Geheimtip für Backpacker ist, die sich nach westlichem Essen sehne. Dort haben wir auch Lui und Stephanie kennen gelernt, Schweitzer, die sich auf einer 13 Monate Reise befinden mit der Transsibirischen Eisenbahn nach Asien kamen. Die beiden haben einen interessanten Blog, den ihr hier findet.

Von der Insel runter hieß es für uns wieder Bus fahren um nach Kambodscha zu kommen. Damit die Fahrt nicht zu lang wurde, haben wir eine Nacht in Kratie verbracht, wo es nicht viel zu sehen gab. Also sind wir am nächsten Tag weiter. Leider haben wir uns von der Warnung vor Minibussen in Kambodscha, die im Lonely Planet ausgesprochen wurde nicht beirren lassen und haben eine Minibus nach Siem Reap gebucht, da es schneller gehen sollte. Die Minibusse hier sind wie ein 9 Sitzer Bus in Deutschland mit ein paar Unterschieden. Der lustigste Unterschied ist wohl noch, dass hier nur Mercedes Minibusse rum fahren. Der Stern prangt auf allem, dem Kühlergrill, den Spiegeln, auf Aufklebern usw. In Wirklichkeit sind es aber Busse der chinesischen Billigmarke Ssang Yong. Wir wurden um halb 8 abgeholt (7 sollte es sein) und es ging los. Der Bus hatte 14 Plätze und wir waren ca. 18 Personen + Gepäck, das auf dem Boden verteilt wurde. Dem entsprechend angenehm war die Fahrt ohne Klimaanlage auch. Nach ein paar Stunden wurde an einer Ecke angehalten und wir sollten umsteigen. Auf den ersten Blick war es eine Verbesserung, denn wir waren nur gut 10 Personen an Bord. nach kurzer Zeit hielt der Fahrer aber und es wurde 4 Roller verladen. Die Roller bekamen den Platz halb im Auto halb draußen, mit viel Schnur gesichert. Eine Person fuhr auf einem der Roller mit um bescheid sagen zu können falls sich etwas lösen sollte (was natürlich auch passierte). Also verbrachten wir diesen Teil auch wieder zu viert auf drei Sitzen.
Jetzt sind wir aber seit gestern Abend in Siem Reap. Wir wollten heute noch nicht nach Angkor starten, sondern erst mal die Stadt anschauen und alles planen. Eigentlich wollten wir uns Electro Bikes mieten und so nach Angkor fahren, wir haben uns dann aber wegen dem schlechten Angebot für ein Tuk Tuk mit Fahrer entschieden, der für 3,5 Tage 40$ von uns bekommt. Wir haben eben schon den Sonnenuntergang in Angkor bewundert, da das 3 Tages Ticket ( das schlappe 40$ pro Person kostet) wenn es nach 17 Uhr gekauft wird erlaubt, den Abend vor dem ersten Besuch umsonst zu nutzen. Also sind wir mit unserem Tuk Tuk Fahrer zum Phnom Bakheng, dem Tempelberg, um mit tausenden anderen Touristen den Sonnenuntergang zu schauen. Morgen um 8 Uhr werden wir dann wieder abgeholt und werden schauen, ob wir es schaffen den Touristenmassen etwas zu entkommen.