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Indonesien 2016 – Trekking am Rinjani

Im Vorfeld unserer Indonesien-Reise habe ich mich informiert, welche Möglichkeiten es gibt, die Vulkane, von denen dieses Land ja mehr als Genug hat, zu besteigen. Schnell kam ich auf den Mount Rinjani auf Lombok, mit gut 3700 Metern der zwei höchste. Dort werden mehrtägige Trekkingtouren  angeboten, die man auf der ganzen Insel bei diversen Anbietern buchen kann. Die Touren unterscheiden sich in Länge, Route und dem Equipment. Zu Beginn wollte ich eine 2 Day / 1 Night Tour zum Gipfel machen, dann haben wir uns aber für eine 3 Day / 2 Night Variante entschieden, da dies Route schöner ist und es sich um einen Rundwanderweg handelt.

Der Trip hat ca. 100$ gekostet und beinhaltete einen Guide, Porter, die das Equipment tragen sowie Zelt, Isomatte und Schlafsack und natürlich die Verpflegung.

Früh morgens ging es los. Wir wurden um 5 Uhr im Hotel abgeholt und um die halbe Insel zum Treffpunkt in Senaru gefahren. Auch das war im Preis inklusive. Dort gab es ein Frühstück, wir lernten die anderen Aus der Gruppen kennen – einen Belgier, eine Polin, zwei Frauen aus Malaysia – und bekamen eine kurze Einweisung. Die Länge der Einweisung war für den Verlauf des Trekkings entscheidend, dazu aber später mehr.

Wir wurden gegen halb 8 auf einem Pickup die letzten hundert Meter bis zum Beginn des Nationalparks gefahren und dort abgesetzt. Mit dabei war auch unser sehr junger Führer, der leider nicht gut Englisch sprach. Immerhin sagte er mir, dass er das häufig zwei Mal die Woche macht, Erfahrung sollte er also haben.

Los ging es, durch dichten, wunderschönen Dschungel, vorbei an exotischen Pflanzen, riesigen Bäumen und Lianen – ab und zu sahen wir ein paar Affen. Und obwohl es noch früh war und wir im schattigen Wald waren, war es unglaublich heiß. Die T-Shirts waren nach Minuten durchgeschwitzt, schließlich ging es pausenlos bergauf. Zwischendurch gab es mehrere Pausenplätze, bei denen sich schon diverse Gruppen tummelten. Der Berg war an diesem Tag sehr voll mit Gruppen die starteten, da der Nationalpark die letzte Woche geschlossen war, da der Vulkan ausgebrochen war. Diese Rastplätze waren ganz Asien-Like ziemlich vermüllt. Auch wenn  jeder Tourenanbieter angibt die Natur zu achten und den Müll wieder mit nach unten zu nehmen, sieht es besonders an diesen Plätzen aus wie auf einer Müllkippe.

Gegen 12 Uhr hatten wir die Hälfte der Tagesetappe  – gut 1000 Höhenmeter – geschafft und machten Rast. Unsere Porter, die Träger, die das Gepäck in zwei Körben, die mit einer Bambusstange verbunden sind, den Berg hinauf tragen, waren leider noch nicht da, daher mussten wir erst mal warten bis es Essen gab. Als sie dann da waren startete unser Guide aber direkt mit Tee kochen und Mi Goreng zubereiten. Die Porter halfen beim schnibbeln.

Als mir gerade ein Teller mit Mittagessen in die Hände gedrückt wurde ging es los. Ein paar dicke Tropfen zur Warnung und der Nebel, der über uns aufgezogen war verwandelte sich in einen subtropischen Starkregen. Unser Guide war darauf nicht so wirklich vorbereitet, zum Glück aber die anderen Gruppen, die neben uns Pause machten. Wir flüchteten uns unter die Plane, die dort gespannt war und halfen eine weitere zu spannen.

Stehend, mit dem Rucksack auf dem Rücken aß ich nun mein mittlerweile kaltes Essen, mit dem Kopf die Pläne hochhaltend und mich fragend, ob das heute noch aufhören würde. Inzwischen ging zwischen unseren Füßen ein Bach hindurch, der vom Weg kam. Nach dem Essen hieß es warten bis es aufhört zu regnen. Wir nutzten die Zeit uns mit den anderen auszutauschen. Für den Belgier und die Polin aus unserer Gruppe war das der dritte Versuch den Rinjani zu erklimmen. Der erste Versuch musste wegen dem Ausbruch abgesagt werden, der zweite wegen Regen.

Nun standen wir also da und fragten uns ob unser Guide abbrechen würde.

Tat er aber nicht und nach ca. 2 Stunden hörte es auf zu regnen. Schnell machten sich alle startklar. Die Asiaten hatten Einweg Regencapes dabei, nicht wirklich angenehm und schon gar nicht atmungsaktiv, dafür aber dicht. Unser Guide fragte mich, ob ich keine Regenjacke hätte – ich trug zur der Zeit meine teure Mammut Regenjacke auf die ich deutete. Scheinbar kannte er nur die asiatische Mülltüten Variante. Er meinte meine Jacke  würde nicht reichen und es würde sicher noch mehr regnen.

Mit dieser nicht gerade ermunternden Antwort ging es weiter bergauf. Der Weg war schlammig und die Wurzeln rutschig. Und es dauert nicht lange, da ging es auch schon wieder weiter. Wie eine Dusche ging der Regen runter. Schuhe, Hose und leider auch Rucksack war schnell nass, immerhin hielt die Jacke was der Preis verspricht.

So ging es weiter, Regen, Wolken, Regen, Wolken. Die Baumgrenze hatten wir hinter und gelassen, es schwitzte jetzt niemand mehr.

Gegen 17:30 erreichten wir unser Nachtlager auf 2700 Metern und der Himmel riss kurz vor Sonnenuntergang auf. Wir hatten einen atemberaubenden Blick über Lombok, die Gilis und bis nach Bali. Auch nachts sollten wir einen spektakulären Sternenhimmel und Ausblick auf ein entferntes Gewitter haben.

Vorher mussten wir aber noch raus aus unseren nassen Sachen und besonders begutachten, was im Rucksack noch trocken war. Leider waren die meisten Porter noch nicht da und so standen auch nur die Hälfte der Zelte und wir weiter nass draußen. Als die Porter da waren und wir die restlichen trockenen Klamotten anziehen konnten, stellten wir fest, dass die Schlafsäcke teilweise nass geworden waren. Außerdem gab es nicht die versprochenen Luftmatratzen, sondern nur dünne Jogamatten. Außerdem waren die Schlafsäcke  wie auch die Zelte nicht für europäische Menschen ausgelegt. Der Schlafsack ging mir nicht mal zur Brust und das Zelt war auch zu kurz. Es wurde also eine sehr ungemütliche und kalte Nacht mit allen nassen Klamotten und Schuhen am Fußende. Trotzdem schlief ich sofort nach dem Abendessen gegen 7 Uhr ein und freute mich als ich wach wurde, dass ich die Nacht doch gut überstanden hatte. Leider war es erst 22 Uhr und der morgen noch weit entfernt. Nachdem ich dann die Nacht irgendwie überstanden hatte wurden wir um 6 geweckt. Es gab ein schnelles Frühstück und dann hieß es weiter aufsteigen zum Kratersee mit Ausblick auf den rauchenden Vulkan inmitten des See und auf den Gipfel.

Schon Abends im Zelt hatten wir besprochen, wie es am nächsten Tag weiter gehen soll. Wären die restlichen noch trockenen Klamotten auch noch nass geworden, wäre die nächste Nacht auf über 3000 Metern im Zelt nicht ertragbar gewesen. So fragten wir unseren Guide am nächsten Morgen, wie die Wetterlage wäre und ob ein Regen wie am Vortag häufiger vorkäme. Seine Antwort: „Ja es wird heute wieder so regen. Das ist hier zu der Zeit fast jeden Tag so.“ Diese Aussage hat sich auch mit dem gedeckt, was uns Teilnehmer aus anderen Gruppen berichteten, die morgens auch entschieden abzusteigen. Die Anbieter der Touren informieren die Teilnehmer scheinbar absichtlich nicht, damit sie genug Teilnehmer haben. Ziemlich blöd für uns, denn mit der Info hätten wir uns deutlich besser vorbereiten können. Schließlich hatten wir Regenhose und Drybags zuhause bzw. Im Basecamp gelassen, da uns keiner über das heftige Wetter informiert hatte.

Trotzdem war der Ausblick am Morgen auf den See und den Gipfel, sowie über die ganze Insel wunderschön, so dass sich die Tour gelohnt hat.

Wir entschieden uns zu viert abzusteigen, nur die Frauen aus Malaysia wollten weiter. Sie hatten etwas Bergerfahrung in Asien und waren mit den Plastikregencaps besser gerüstet. Ob die beiden das aber konditionell geschafft haben, waren wir uns an dem Morgen nicht so sicher.

Für uns hieß es also mit nassen Schuhen 2000 Meter absteigen, kein Spaß. Die letzten Hundert Meter  merkten wir auch alle, das die Beine keine Kraft mehr haben. Die nächsten Tage folgte ein kräftiger Muskelkater in den Waden.

Eine Woche Trekking – Die Zillertal Runde

Eine der bekanntesten Mehrtagestouren der österreichischen Alpen ist der Berliner Höhenweg, der, wenn er um ein paar Etappen erweitert wird, eine Runde um das Zillertal bildet. Die Zillertal Runde bietet hochalpines Gelände, grandiose Ausblicke und anspruchsvolle Etappen abseits von Orten und Straßen.  Die Übernachtung erfolgt in DAV Hütten wo man Abends neben einem Bett im Lager auch ein Warmes Abendessen und manchmal sogar eine Dusche erhält.  Buchen kann man die Übernachtungen bequem online im Paket.  Die Reservierung wird für einen übernommen. So muss man nicht selber bei jeder Hütte anrufen.

Wir waren Anfang September auf der Zillertal Runde unterwegs. Als wir dort waren, war die Saison schon fast vorbei. Der Weg ist aufgrund der Höhe nur von Mitte Juni bis Mitte September begehbar, da ansonsten zu viel Schnee liegt.

Gestartet sind wir im Tal im Ort Mayrhofen,  bei bestem Wetter, was uns schnell ordentlich ins schwitzen brachte, denn es ging den ersten Tag nur bergauf. Offiziell startet der Weg erst im Nachbar Ort Finkenberg, allerdings wollten wir eine richtige Runde daraus machen und sind am Zielpunkt, wo unser Auto stand, gestartet.  Von 600 hm ging es rauf auf 1900 hm zur Gamshütte. Dort gab es das erste Abendessen und die erste Übernachtung im Lager mit 12 anderen Personen.

Am nächsten Tag mussten wir früh raus, denn die zweite Etappe, von der Gamshütte zum Friesenberghaus war mit 1100 hm rauf, 540 hm runter und einer Gehzeit von 9 Stunden angegeben. Der Weg verlieft den ganzen Tag entlang von steilen Grasflanken und Geröllfelder mit großem Blockwerk. Bis zum Nachmittag hatten wir strahlenden Sonnenschein. Dann zog es sich zu und es begann in der Ferne zu donnern.  In dem Moment, in dem wir beschlossen die Regenjacken aus zu packen ging es auch schon los. Ohne Regenhose, Jacken und Hülle für den Rucksack wären wir in Minuten komplett nass gewesen. So kamen wir dann bei Regen am Frisenberghaus an,  in dem es für 3€ eine heiße Dusche gab.

Am Abend hatte der Hüttenwirt uns noch den Wetterbericht durchgegeben, die Nacht sollte es regnen /schneien, es am nächsten Mittag aber besser werden. Als wir aufwachten, war es zwar nicht weiß, aber nass, windig und nebelig. Also zogen wir die Regensachen wieder an,  die die Nacht im Trockenraum verbracht und machten uns auf den Weg zum Furtschaglhaus. Die Olperer Hütte, die nach zwei Stunden auftauchte nutzten wir für ein zweites Frühstück. Dort wäre auch eine Übernachtung möglich gewesen, doch wir wollten noch ins Tal zum Stausee Schlegeisspeicher absteigen und von dort den Aufstieg zum Furtschaglhaus auf 2295 hm machen. Wie angekündigt ließ der Regen mittags nach und es wurde wieder warm, abends aber wieder schlechter, was uns nichts gutes für die nächste Etappe ahnen ließ.

Am nächsten Morgen stand die Überschreitung des Schönbichler Horns, dem höchsten Punkt der Tour (3134 hm) an.  Diese Etappe gilt als die anspruchsvollste und der Wirt hatte uns am Abend schon keine besonders große Hoffung gemacht, dass die Überschreitung zur Berliner Hütte klappe. Am nächsten Morgen hatten wir Gewissheit, es hatte die ganze Nacht geschneit und war nebelig. „Zu gefährlich“ sagte der Wirt und schickte und den selben Weg, den wir gekommen waren zurück ins Tal zum Schlegeis. Dort unten fuhr uns ein Bus bis zum Eingang des nächsten Tals, von wo aus wir  den Aufsteig zur Berliner Hütte angingen. Die Berliner Hütte ist die größte im Alpenraum. Über 200 Betten, sehr unpersönlich aber auch beeindruckend anzuschauen.

Am nächsten Morgen war das Wetter endlich wieder super. Und es stand eine sehr abwechslungsreiche und anspruchsvolle Etappe über die Mörchenscharte bis zur Greizer Hütte an.  Am Tag mussten wir 1200 hm bergauf unf 1100 hm bergab meistern. Die Greizer Hütte konnten wir schon früh sehen, als wir in der Mörchenscharte standen, allerdings mussten wir um diese zu erreichen noch einmal komplett ins Tal absteigen und auf der anderen Seite erneut aufsteigen. Der Weg war teilweise sehr steil und daher mit Seilen und einer Leiter gesichert.

Am nächsten Tag ging es zur Kasseler Hütte. Die Wegbeschreibung war ähnlich. Bergauf, durch eine Scharte (Lapenscharte) und dann im nächsten Tal zur Hütte. Der Unterschied war, dass wir nicht wie am Tag vorher durch das Tal mussten, sondern das Tal umrunden konnten, so dass es mehr Kilometer, aber weniger Höhenmeter waren.  Die Hütte empfing uns mit dem größten Schlaflager der Woche (28 glaube ich), einem sehr netten Hüttenwirt und gutem Kaiserschmarrn.

Zum Ende hin sollte noch mal ein richtiger Kracher anstehen. 9 Stunden Gehzeit, etliche Höhenmeter, große Blockgelände, steile Kletterstellen und kein Notabstieg. Also ging es sehr früh los, die Wasservorräte aufgefüllt und mit einem Lunchpaekt von der Hütte. Der Weg war sehr abwechslungsreich und trotz der angegeben Länge der Strecke hatten wir genug Zeit ausgiebige Pausen zu machen. An unserem letzten Rastpunkt konnten wir mit Blick über die Felskante bereits die Karl-von-Edel Hütte und weit darunter Mayrhofen erkennen.

Am nächsten Morgen ging es für uns Richtung Tal. Da wir noch die Heimfahrt vor uns hatten, sparten wir uns die 1600 hm bergab und wanderten statt dessen in einer Stunde zur Bergstation der Ahornbahn, die uns in wenigen Minuten wieder ins Tal brachte.

Insgesamt haben wir in der Woche ca 80 km und 8000 hm bergauf sowie 8000 hm bergab erwandert.

Packliste für 1 Woche Hüttenwanderung

Für eine lange Wanderung ist die richtige Ausrüstung wichtig. Bei einer Mehrtagestour ist es noch wichtiger sich mit dem Thema Ausrüstung auseinander zu setzen. Besonders die  Fragen „Was brauche ich wirklich?“ und „Wie viel wiegt das?“ sollte sich jeder im Vorfeld stellen. Denn, wer mit einem zu schweren Rucksack startet, wird wenig Spaß haben und die Sachen, die er nicht braucht, aber die ganze Zeit im Rucksack hat, verfluchen.

Während meiner Planung für die siebentägige Zillertal Runde mit Übernachtung in Hütten habe ich mich intensiv mit dem Thema auseinander gesetzt und vieles neu gekauft.  Ich habe Kategorien erstellt in denen ich meine Erfahrungen vorstelle.

  1. Kleidung:

Klar, wer sich den ganzen Tag draußen aufhält, braucht passende Kleidung. Wer schon mal in den Bergen unterwegs war weiß, wie schnell sich ein sonniger Tag in einen kalten Regentag wandeln kann. Darauf sollte man vorbereitet sein.

Schuhe:

Logisch, dass der passende Schuh mit das wichtigste ist. Das passende Wanderschuhe Sicherheit und Halt geben, dürfte ebenso klar sein. Ob halbhohe leichte Wanderschuhe oder schwere Bergstiefel hängt von den persönlichen Vorlieben  und besonders der geplanten Tour ab. Einen Schuh der den Knöchel vor dem Umknicken schützt halte ich persönlich für wichtig. Das die Schuhe gut eingelaufen und gegen Nässe imprägniert sind gehört zur Vorbereitung. Ich würd jeden Schuh unter Realbedingungen testen bevor ich mich damit auf eine Mehrtagestour begebe.

Oben:

Das Vier-Lagen-System hat sich für die Bekleidung bei Mehrtageswanderungen durchgesetzt. Es besteht aus einem Shirt (meistens aus Merino Wolle), einer Fleece Jacke, einer Softshell Jacke und einer Regenjacke. Der Vorteil ist, dass man sich schnell an Wetteränderungen anpassen kann. In der Sonne wird es schnell sehr heiß, im Schatten oder Wind hingegen kalt. Für die unterste Schicht wird in der Regel die teure Merinowolle verwendet, da sie atmungsaktiv und nicht kratzt. Außerdem ist Merinowolle geruchsarm, einen Aspekt, der nicht vernachlässigt werden sollte, außer man ist ganz alleine unterwegs. Die oberste Schicht, die Regenjacke wird nur bei Kälte Wind und Nässe gebraucht und kann sonst in den Rucksack wandern. Daher ist ein Blick auf das Packmaß der Jacke wichtig. Teurere Jacken haben eine Membranschicht, die Feuchtigkeit von innen nach außen transportieren soll.

Unten:

Eine Wanderhose soll bequem sein, genug Bewegungsfreiheit geben, vor Wind und etwas Regen schützen, schnell trocknen und robust sein. Am weitesten verbreitet sind sogenannte Soft-Shell Hosen, die wegen dem elastischen Material sehr bequem sind. Außerdem trocknen sie schnell und haben ein relativ kleines Packmaß. Meiner Meinung nach sehen viele dieser Hosen eher aus wie Jogginghosen die man zuhause auf dem Sofa trägt. Wer auch mal Abseits von Wegen unterwegs ist, greift besser zu einer klassischen Trekkinghose aus einem Baumwoll-Polyester Gemisch. Diese Hosen können mit Wachs regendicht imprägniert werden.

Eine kurze Hose ist, besonders in den Sommermonaten ebenfalls ratsam. Bei diesen gibt es die selben Varianten wie bei langen Hosen. Ganz findige Wanderer nehmen Zip Hosen bei denen man die Beide abtrennen kann. Zwei Hosen in einer, dafür nicht wirklich schön und auch nicht so bequem.

Auch wenn Soft-Shell Hosen schnell trocknen und Trekkinghosen imprägniert werden können, bei richtig starkem Regen hilft beides nur eine kurze Zeit. Dafür ist eine Hard-Shell Regenhose wichtig, die man sich bei Bedarf schnell überziehen kann. Wichtig dabei ist, dass man die Hose an den Beinen weit öffnen kann um rein zu kommen. Wie auch bei der Hard-Shell Regenjacke hilft eine Membran Feuchtigkeit von innen nach außen zu transportieren. Bei schönem Wetter wandert die Hose mit der Jacke in den Rucksack.

Neben der richtigen Hose sind die Socken wichtig. Thema Wandersocken: Sie sind teurer als normale, es gibt sie nicht im Fünferpack und es gibt viele Unterschiede. Unterschieden wird in Dicke der Socken, wie viel Halt bieten die Socken und  welches Material, was besonders was mit der Wärme zu tun hat. Die dicksten Socken bei einer Sommerwanderung machen wenig Sinn, auch wenn man das sich für die teure und atmungsaktive Merinovariante entschieden hat. Ich habe mich für ein Merino- Synthetik Mix entschieden, da die Socken atmungsaktiv sind sehr schnell wieder trocknen.

Auf der Hütte:

Wenn man nach einem anstrengenden Wandertag auf der Hütte ankommt will man raus. Besonders aus den Schuhen. Man muss auch raus, denn den Schlafbereich der Hütten darf man mit den Bergschuhen nicht betreten. Also braucht man Hüttenschuhe oder ähnliches. Auch hier gilt, klein und leicht ist wichtig, aber auch eine Gummisohle, falls man kurz raus muss, z.B. um das Außenlager zu erreichen. Ich habe mich für ein paar extrem leichte Sportschuhe entschieden.

Für die Übernachtung braucht man  noch Schlafshirt, Schlafanzug o.ä.

Wechselkleidung:

Hier gehen die Meinungen und Bedürfnisse auseinander. Die Frage ist, wie lange bin ich unterwegs, die stark schwitze ich und was will ich meinen Mitmenschen zumuten.

Weitere Kleidung:

  • Mütze und Handschuhe bei Höhe über 3000 im Herbst
  • Sonnenbrille

2. Equipment:

 Was ist Luxus und was ist unerlässlich. Fangen wir mal mit dem zweiten an:

Ohne richtigen Rucksack geht nichts. Bei Mehrtagestouren sind Größen von 30 – 40 Liter am verbreitetsten. Größere Rucksäcke neigen dazu schwerer zu werden, da man doch mehr mitnimmt. Ansonsten heißt es hier: Beraten lassen und nach Möglichkeit auch testen. Im Eigengewicht gibt es Unterschiede, darauf sollte ebenfalls beim Kauf geachtet werden. Eine Regenhülle sollte, wenn nicht dabei, mit gekauft werden.

Ebenso wichtig ist Wasser. Das kann man in den klassischen Kunststoff oder Metall Falschen transportieren oder sich ein Trinksystem kaufen. Ich nutze ein Trinksystem, so hat man immer die Hände frei, das Gewicht ist gleichmäßig verteilt und man kann trinken ohne den Rucksack abzusetzen. Die Systeme gibt es in 1 – 3 Liter Varianten, die meisten Rucksäcke haben Vorbereitungen für Schlauch und Behälter.

Um auf der Hütte übernachten zu dürfen ist ein Hüttenschlafsack vorgeschrieben. Das ist eine Art Schlafsack, der aus dünner Baumwolle besteht und eine Art Hygieneabstand zwischen Bett und Körper bildet. Es profitieren also Bett und die eigene Person davon. Ich nutze diese kleinen Schlafsäcke schon lange in Hostels, die nicht ganz meinem Hygienevorstellungen entsprechen.  Die leichtesten Varianten sind aus ägyptischer Baumwolle, es gibt auch Exemplare mit einer Imprägnierung gegen Insekten.

Weiteres Equipment:

  • Stirnlampe um nachts was aus dem Rucksack zu holen ohne alle zu wecken, oder um bei frühem Aufbruch den Weg zu finden.
  • Taschenmesser  ist mir zu schwer
  • Kulturbeutel – natürlich nur mit so viel Inhalt wie man wirklich braucht
  • Erste Hilfe und Medikamente
  • Ein Microfaser Handtuch. Der Vorteil gegenüber Baumwolle ist, das kleine Packmaß und das schnelle trocknen.

3. Technik:

Jetzt kommen wir zum Luxusteil. Bisher ist mein Rucksack mit ca. 7 Kg ohne Verbrauchsmaterial noch recht leicht. Aber ein Urlaub im Alpenpanorama ohne Fotos zu machen geht für mich nicht. Auch wenn die Smartphone Kameras immer besser werden, muss für die Blogfotos die DSLR mit. Außerdem die Gopro mit ein bisschen Zubehör. Da ich das Handy auch zum navigieren und loggen der Strecke nutzen werde, wird der Akku nicht den ganzen Tag halten. Statt einer Powerbank habe ich mich für ein 8W Solarpanel entschieden, das ich mir auf den Rucksack schnallen kann um so unterwegs Strom zu produzieren.

Insgesamt komme ich mit Wasser und Verpflegung dann doch auf gut 12 Kilo, was gerade so an der Gewichtsgrenze für mich ist.

Familientreffen im Allgäu

Im Oktober war ich für eine Woche in Sonthofen im Oberallgäu.  Grund war ein jährlich stattfindendes Familientreffen. Da das Allgäu als Urlaubsregion mit den grandiosen Allgäuer Alpen punkten kann hatte ich im Vorfeld Mountainbike Touren rausgesucht und auch die Wanderschuhe eingepackt. Trotz nicht immer guten Wetters hat ein Großteil des Familientreffens draußen in der Natur stattgefunden. Oftmals in der großen Gruppe, wandernd, oder auf dem Fahrradsattel zu zweit oder zu dritt.