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Going East – von Kilometern und Problemen

Los geht’s! Wir sind unterwegs!

Sonntag ging es endlich los, später als geplant machten wir uns auf Richtung Süden. Die erste größere Etappe sollte durch halb Deutschland, Österreich und Slowenien gehen.  Wir waren lange auf der Autobahn, bis wir uns entschieden die erste Nacht noch in Deutschland zu verbringen, allerdings schon in Sichtweite der Berge.

Wir sind bis an den Chiemsee gefahren, haben uns dort im kleinen Ort Prien einen ruhigen Parkplatz gesucht und wollten unsere erste Womo Mahlzeit kochen. Also ab nach hinten,  Licht an und los gehts.

Bei der vierten Lampe, die wir anmachten wurde es schlagartig dunkel, Sicherung raus. Sicherungen wieder rein brachte nicht die erwünschte Wirkung. Nachdem wir 30. Minuten alles ausprobiert hatten was uns einfiel gingen wir schlecht gelaunt raus um was zu Essen zu suchen.

Wir landeten in einem typischen bayrischen Dorffest (Sonntags Abends!) mit großen Biergläsern, Dirndln und Lederhosen und jeder Menge Bühnen mit Blasmusik.

Am nächsten Morgen ging dann der erste Weg zum Baumarkt ein Multimeter kaufen. Danach wurde probiert, gesucht und im Forum nach Hilfe gefragt. Wir waren auch so weit, dass wir mehrere Werkstätten anriefen, die allesamt keine Zeit hatten. Mit schlechter Laune warfen wir den Motor an und siehe da, alles klappe wieder normal, ohne, dass wir irgendwas dafür getan hätten. Da unsere Laune echt nicht gut war und wir schon Mittag hatten entschieden wir uns einfach weiter zu fahren und das Problem zu vertagen. Also ab auf die Autobahn und nach Österreich an den Wörthersee, auf einen kleinen privaten Stellplatz, an dem wir Strom bekamen, der Abend war gerettet. Außerdem trat unser Problem nicht wieder auf. Wir haben uns dann am Wörthersee umgeschaut. Das Wetter war super, der Ort eher touristisch überlaufen und ziemlich teuer (so sahen zumindest die Autos auf der Straße aus).

Nach dem kurzen Stopp ging es morgens früh wieder los in Richtung Slowenien. Kurz hinter den Grenze waren wir in dem kleinen Ort Bled, der mit See, Insel im See und Burg vor Alpenpanorama hätte punkten können. Hätte, denn das Wetter war nicht gut, es war bewölkt und bei unserer Umrundung des Sees wurden wir ziemlich nass.

Nachmittags ging es in die Haupstadt, Ljubiljana auf der wir einen zentralen Parkplatz ansteuerten um die Altstadt zu erkunden. Über der Stadt befindet sich ein Berg mit einer alten Burg, die man per Seilbahn erreichen kann. Wir nahmen statt dessen den steilen Fußweg und hatten später einen Ausblick auf eine Mischung aus Altstadt und hässlichen Ostbauten.

Heute haben wir uns auf dem Weg nach Kroatien gemacht und sind nun an den Pliewitzer Seen, die wir uns morgen anschauen. Wir haben hier einen ganz kleinen Campingplatz hinten einem Wohnhaus gefunden, der sogar Wlan hat. Das Wetter für morgen ist leider auch nicht so gut angekündigt, aber mal sehen.

Leider ist unser Elektrik Problem eben auch wieder aufgetreten. Wir haben kein Licht, können nicht Duschen und der Boiler geht auch nicht, da kein Funke für zum Zünden kommt. Wir können nicht mal Wasser zum kochen zapfen, da die Wasserpumpe auch Strom braucht.

Positiv ist zum Auto zu sagen, dass er ohne Probleme läuft wir super drin schlafen können. Wir hoffen, dass wir den Fehler noch irgendwie finden und auch beheben können.

Anbei gibt es ein paar Bilder vom Wörthersee und Slowenien.

Wir haben’s getan!

Einen schönen guten Tag aus Sydney

wir haben soeben unsere erste Hostelnacht seit langem hinter uns. Warum wir im Hostel schlafen? Weil Kornelius jetzt mit Julian ud seiner Freundin aus Freiburg unterwegs ist. Die beiden haben ihn gestern von uns gekauft.

Nachdem wir die Schiebetür repariert hatten fuhren wir nach Sydney um Werbung zu machen. Wir sind auf einen der Campingplätze von Sydney gefahren, der imerhin nur 15 km von der Innenstadt entfernt liegt und haben dort die erste Nacht für 35$ übernachtet. Als wir am nächsten Tag aus der Stadt zurück kamen und wieder auf den Campingplatz zu fahren sahen wir den Bus von zwei Mädels, Eileen und Katharina, auf der Straße vor dem Platz stehen. Daneben standen noch zwei weitere Campervans, also haben wir uns auch dazu gestellt und die nächsten Tage das Geld für den Campingplatz gespart. Geduscht wurde nachts auf dem Campingplatz und obwohl es sehr offensichtlich war, dass dort viele Leute auf der Straße im Auto schlafen hat sich keiner beschwert.

Mit Eileen und Katharina waren wir die nächsten Tage unterwegs. Wir waren bei Ikea essen und haben über drei Stunden im Ikea Restaurant verbracht und unmengen der Refill Softdrinks und Kaffee genutzt. Dort kann man ab 3 Uhr ein Famlily Menu bestellen bei dem man für 10$ zwei mal Schnitzel mit Pommes und zwei mal Nudeln bekommt. War zwar nicht so lecker, aber für den Preis total in Ordnung. Wir waren mit den beiden auch im Pub, und eine Nacht mit Goon in einem Park in der nähe unserer „Schlafstraße“.

Gestern haben wir uns das letzte mal getroffen weil die beiden weiter fahren wollten uns wir ja ins Hostel umziehen mussten. Davor waren sie mit ihrem Auto „Kurt“ in der Werkstatt. Der Wagen aus den 80gern lief nicht so gut, was der Grund war, dass wir teilweise 50km/h auf der Autobahn gefahren sind, damit die beiden hinter uns bleiben und sich nicht verfahren. In der Werkstatt wurde ihnen dann gesagt, dass viel zu wenig Öl im Auto sei. Das lag nicht an deren fehlendem Willen, den Ölstand zu überprüfen sondern daran, dass sie den Öldeckel immer aufgeschraubt haben, den Ölpeilstab genommen haben und ihn dort rein gesteckt haben. Sie wurden dann aber vom Mechaniker aufgeklärt wie man richtig nach dem Ölstand schaut.

Die nächsten Tage haben wir uns mit drei Leuten getroffen die den Wagen angeschaut haben. Nachdem wir uns mit den neuen Besitzern von Kornelius zwei mal getroffen hatten waren sie überzeugt und haben uns den Wagen abgekauft. Zuvor wurde Kornelius von den beiden gecheckt. Da sie beide nicht viel über Autos wussten hatten sie zwei handgeschriebene Seiten mit Dingen die sie überprüfen sollten. Das war für Kornelius natürlich kein Problem.

Als wir den Wagen dann ummelden waren, wir unser Geld bekommen hatten und die beiden gerade los fahren wollten hielt die Polizei hinter den beiden an und sagte sie würden im Halteverbot stehen und dass sie 200$ zahlen müssten. Den Wagen hatten wir aber noch dort abgestellt. Der Polizist war aber ganz freundlich und hat die beiden dann doch so fahren lassen.

Die neuen Besitzer haben uns versprochen Kornelius gut zu behandeln und uns ab und zu Fotos von ihrem Trip zu schicken. Sie wollen über Melbourne nach Adelaide, Alice Springs, Darvin, Carins zurück nach Sydney.

Wir wohnen jetzt im selben Hostel wie das letzte mal als wir in Sydney waren und nutzen die Vorteile die man hat wenn man nicht im Auto wohnt.

Unseren Abflug aus Sydney haben wir vorverlegt weil wir nicht ewig hier bleiben wollen. Also geht es in 10 Tagen los nach Bangkok von wo wir drei Wochen Thailand erkunden werden.

Wir werden also etwas früher wieder zuhause sein, als wir vorher dachten. Das liegt daran, dass wir nicht so viel Arbeiten mussten weil wir Kornelius so günstig erstanden haben.

Viele Grüße