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Indonesien 2016 – Auf Lombok

Von Yogya ging es mit dem Flugzeug (natürlich verspätet) auf die Insel Lombok. Als wir dort ankamen, gab es direkt eine schlechte Nachricht von einem Mitreisenden. Der Vulkan Rinjani, bzw. der kleine Vulkan im Vulkan war ausgebrochen und der Nationalpark in dem wir eine Trekkingtour machen wollten war gesperrt. Zuerst sollte unsere Reise aber nach Senggigi an der Westküste gehen, wo wir Strandurlaub machen und die weitere Reise planen wollten. So ging es raus zum Busterminal um mit dem Local Damri Bus zu fahren. Es war schon spät Abends und der Bus war voll, so dass wir den nächsten nehmen mussten, der erst los fuhr als er voll war. Die Fahrt sollte 2 Stunden dauern (für 40km). Ca. 10 Km vor Senggigi stieg der letzte Einheimische aus. Daraufhin kam der Fahrer nach hinten und fragte uns und zwei weitere Touristen wo wir hin wollen, er würde uns gleich am Taxistand absetzen, dann könnten wir ein Taxi nehmen. Wir bestanden darauf, dass uns der Fahrer bis zum Busbahnhof nach Senggigi bringt, was er dann auch wütend und unter Missachtung jeder Verkehrsregeln und Geschwindigkeitsbeschränkungen (falls er hier sowas gibt) tat. So kamen wir sehr spät in einer schönen, modernen und sauberen Bungalowanlage an und verbrachten den nächsten Tag am Pool und Strand.

Da das Trekking erst einmal ausfiel, überlegten wir uns ein Auto zu mieten und damit über die Insel zu fahren. Also klapperten wir alle Autovermietungen im Ort ab. Wir wollten unbedingt ein Allrad Fahrzeug, aber man versicherte uns, dass es keine gäbe und dass man auch keine bräuchte. Eine Versicherung gab es leider auch nicht.

Am ersten Tag fuhren wir mit unserem 7 Sitzer – was kleineres gab es nicht –  in Richtung Tetebatu, einem Ort im Landesinneren am Fuße des Rinjani. Inmitten von Reisterrassen ging es durch eine grüne Landschaft in die Berge. Die ohnehin schon schlechte Straße war irgendwann nicht mehr asphaltiert, wir fuhren trotzdem weiter. Dann setzte der Regen ein und es schüttete wie aus Eimern, dass man keine 2 Meter mehr sehen konnte. Wir standen auf der nicht asphaltierten Straße, die sich in einen Bach verwandelt hatte und waren uns nicht sicher ob unser Navi und richtig schickt. Wir entschiedenen uns lieber zurück zu fahren und einen sichereren Weg zu suchen. Aber drehen war aufgrund der Fahrzeuggröße nicht möglich. So hat sich Lisa in den Kofferraum gesetzt und mir gesagt wohin ich lenken soll, denn aufgrund des Regens konnte ich in den Spiegeln nichts mehr sehen. Als wir nach 30 Minuten am einem Punkt angekommen waren, an dem wir drehen konnten, wurde der Regen noch heftiger und wir beschlossen lieber wieder in Richtung Küste zu fahren, wo es seltener regnet. Der Regen begleitete uns noch 2 Stunden bei miserabler Sicht. Dafür war der Verkehr gleich Null. Alle Locals hatten sich nach drinnen verzogen. Roller fahren wäre aber auch nicht möglich gewesen.

Die nächsten Tage verbrachten wir an den Stränden der Südküste und erkundeten verlassene Strände mit tollen Wellen.

Nachdem wir den Wagen abgegeben haben, ging es endlich auf die Trekkingtour zum Rinjani.

4000 Inseln

Hallo und viele Grüße aus Kambodscha, genauer gesagt aus Siem Reap, dem „Tor zu Angkor“.
Bevor ich aber aus Kambodscha berichte gibt es noch was aus Laos zu berichten. Unseren letzten Stop machten wir auf Don Det, einer Insel im Mekong. Die Region wird aufgrund der vielen Inseln, die besonders in der Regenzeit hervortreten 4000 Inseln genannt.

Die Reise von Vientiane zu der Insel haben wir im Sleeping Bus verbracht. Das ist ein Reisebus, der statt Sitze Betten bzw. So etwas ähnliches hat. Wir haben fest gestellt, das es beim Komfort und Platz Unterschiede zwischen den Bussen gibt. Wir hatten einen weniger guten Bus erwischt. Das lag aber vielleicht auch daran, dass wir erst wenige Stunden vor Abfahrt gebucht hatten.
Der Bus war ein Doppeldecker Bus, in dem man nicht stehen, sondern nur kriechen konnte. Unten gab es teilweise nicht mal Fenster. Wir lagen oben ganz hinten, hatten also den meisten Spaß mit den Laotischen Straßenverhältnissen. Die Betten waren bei der Länge auf Asiaten ausgelegt, was aber OK gewesen wäre. Was wirklich doof war, war die Tatsache, dass wir am Kopfende einen großen Metallkasten hatten, der sich als Sicherungskasten entpuppte und gefühlt 100 Grad heiß war. In der Nacht wurden wir mehrmal von dem Busfahrer geweckt, da er den Kasten öffnen musste um unter der Großzügigen Verwendung von Isolierband irgendwas zu reparieren. Dazu kam, dass die Klimaanlage im Bus defekt war, wir aber auf die Asiatischen Eisschrank Busse eingestellt waren. Kurz gesagt, es war eine wenig entspannende Nacht. Morgens früh wurden wir dann in einen kleinen Minibus umgeladen und zur Insel gefahren. Am Schluss mussten wir noch kurz auf aufs Boot umsteigen und waren endlich auf Don Det.
Weil das Angebot an Unterkünften bei Agoda sehr mager war, haben wir im Vorfeld kein Guesthouse gebucht.Wir hatten aber von einem netten Guesthouse gehört, das unter Deutscher Leitung steht. Dort sind wir dann hin und haben für 5€ pro Nacht ein nettes Bungalow mit Hängematten und Terrasse direkt am Mekong bekommen. Dabei gab es ein kleines Restaurant in dem es neben asiatischem Essen auch deutsche Klassiker wie Schnitzel oder Geschnetzeltes gab. Lutz, der Besitzer war sehr bemüht und hat uns auch mit Tips zur Insel geholfen.
Auf der Insel waren wir 4 Tage und haben uns es gut gehen lassen. Wir haben die Mekong Wasserfälle besucht, waren oft schwimmen, haben sehr gut gegessen und viel in der Hängematte gelesen. Außerdem haben wir viele nette Leute kennen gelernt, da Lutz’s Restaurant scheinbar ein Geheimtip für Backpacker ist, die sich nach westlichem Essen sehne. Dort haben wir auch Lui und Stephanie kennen gelernt, Schweitzer, die sich auf einer 13 Monate Reise befinden mit der Transsibirischen Eisenbahn nach Asien kamen. Die beiden haben einen interessanten Blog, den ihr hier findet.

Von der Insel runter hieß es für uns wieder Bus fahren um nach Kambodscha zu kommen. Damit die Fahrt nicht zu lang wurde, haben wir eine Nacht in Kratie verbracht, wo es nicht viel zu sehen gab. Also sind wir am nächsten Tag weiter. Leider haben wir uns von der Warnung vor Minibussen in Kambodscha, die im Lonely Planet ausgesprochen wurde nicht beirren lassen und haben eine Minibus nach Siem Reap gebucht, da es schneller gehen sollte. Die Minibusse hier sind wie ein 9 Sitzer Bus in Deutschland mit ein paar Unterschieden. Der lustigste Unterschied ist wohl noch, dass hier nur Mercedes Minibusse rum fahren. Der Stern prangt auf allem, dem Kühlergrill, den Spiegeln, auf Aufklebern usw. In Wirklichkeit sind es aber Busse der chinesischen Billigmarke Ssang Yong. Wir wurden um halb 8 abgeholt (7 sollte es sein) und es ging los. Der Bus hatte 14 Plätze und wir waren ca. 18 Personen + Gepäck, das auf dem Boden verteilt wurde. Dem entsprechend angenehm war die Fahrt ohne Klimaanlage auch. Nach ein paar Stunden wurde an einer Ecke angehalten und wir sollten umsteigen. Auf den ersten Blick war es eine Verbesserung, denn wir waren nur gut 10 Personen an Bord. nach kurzer Zeit hielt der Fahrer aber und es wurde 4 Roller verladen. Die Roller bekamen den Platz halb im Auto halb draußen, mit viel Schnur gesichert. Eine Person fuhr auf einem der Roller mit um bescheid sagen zu können falls sich etwas lösen sollte (was natürlich auch passierte). Also verbrachten wir diesen Teil auch wieder zu viert auf drei Sitzen.
Jetzt sind wir aber seit gestern Abend in Siem Reap. Wir wollten heute noch nicht nach Angkor starten, sondern erst mal die Stadt anschauen und alles planen. Eigentlich wollten wir uns Electro Bikes mieten und so nach Angkor fahren, wir haben uns dann aber wegen dem schlechten Angebot für ein Tuk Tuk mit Fahrer entschieden, der für 3,5 Tage 40$ von uns bekommt. Wir haben eben schon den Sonnenuntergang in Angkor bewundert, da das 3 Tages Ticket ( das schlappe 40$ pro Person kostet) wenn es nach 17 Uhr gekauft wird erlaubt, den Abend vor dem ersten Besuch umsonst zu nutzen. Also sind wir mit unserem Tuk Tuk Fahrer zum Phnom Bakheng, dem Tempelberg, um mit tausenden anderen Touristen den Sonnenuntergang zu schauen. Morgen um 8 Uhr werden wir dann wieder abgeholt und werden schauen, ob wir es schaffen den Touristenmassen etwas zu entkommen.

Vang Vieng & Vientiane

Hallo

Vor ein paar Tagen haben wir unsere Erste Busfahrt in Laos gemacht. Es ging von Luang Prabang nach Vang Vieng, ca. 400km Richtung Süden. Unser Bus fuhr pünktlich los und hatte keine Panne. Das scheint aber wirklich die Ausnahme zu sein, wir haben auf dem Weg mehrere Busse gesehen die liegen geblieben waren, bei denen die Fahrer versuchten den Motor wieder flott zu bekommen. Die Strecke war zwar sehr schön, aber auch anstrengend, denn es ging über mehrere Berge, erst ganz langsam hoch, und dann mit angezogener Bremse runter. Immerhin war die Straße zur meisten Zeit asphaltiert. Wegen den Straßenverhältnissen und den Bergen brauchte unser Bus dann auch ca. 7 Stunden für sie Strecke.

Vang Vieng war ja in den letzten Jahren immer wieder Thema in Deutschen Zeitungen, die über die Party Metropole für Backpacker in Asien berichteten. Das lag vor allem daran, dass der Ort den Ruf hat(te), dass man hier fast alles machen, ohne Probleme mit der Polizei zu bekommen, besonders das tubing hat hier Kultstatus. Dabei leiht man sich einen alten Traktorreifen, lässt sich per Tuk Tuk ein paar Kilometer Fluss aufwärts fahren und lässt sich entspannt zurück treiben. Um diese Entspannende Tätigkeit noch entspannender zu machen haben in der Unmittelbaren Nähe vom Fluss Bars eröffnet, die die Leute in ihren Traktorreifen mit langen Bambus Stangen aus dem Fluss fischen um Getränke, Gras Opium und Pilze zu servieren. Neben den Bars entstanden Wasserrutschen, Sprungtürme und vieles andere, bei dem man sich (besonders bei niedrigem Wasserstand) wunderbar verletzten oder umbringen konnte. Im letzten Jahr wurde das der Laotischen Regierung zu viel, die meisten Bars wurden geschlossen, so dass wir gemütlich an einer Trümmerlandschaft aus Beton und Bambus vorbei treiben konnten. Leider hatte der Fluss ziemlich wenig Wasser, weshalb es nicht besonders schnell voran ging und wir mehrmals fast stecken blieben.
Vang Vieng hat aber auch noch andere Qualitäten, die häufig zu kurz kommen. Der Ort liegt nämlich inmitten von Karstfelsen, in denen es jede Menge Höhlen gibt. Wir haben uns einen Tag Mountainbikes geliehen und sind über eine schreckliche Schotterpiste zu einer Höhle gefahren, die uns sehr gut gefallen hat. Diese Höhle war etwas anders, als die Höhlen die man vielleicht aus Deutschland kennt. Zum einen war die Höhle mit Abstand die größte in der ich je war (Ein Raum erinnerte mich an Moria aus Herr der Ringe mit einer Öffnung durch das Licht einfiel, viele Meter über mir), zum anderen durfte man sich frei bewegen, es gab keine Wege, Verbotsschilder, Touristenführer, Licht oder Öffnungszeiten. Man musste über einen steilen Weg durch den Jungle weit nach oben klettern und stand plötzlich vor einem kleinen Eingang der in die Höhle führte. Leider hatten wir das Stativ nicht dabei und einen Blitz hatten wir auch nicht, weshalb wir fast keine Bilder haben, die die Dimensionen der Höhle zeigen.

Seid gestern sind wir in der Hauptstadt von Laos, Vientiane. Hier gibt es die selbe laotische Gelassenheit, Kolonial- und Sozialismusbauten, und französische Bäckereien wie in den anderen Laotischen Städten. Wie eine Hauptstadt wirkt Vientiane mit gerade mal 260000 Einwohnern aber nicht.

Heute Abend nehmen wir den Schlafbus zu den 4000 Inseln im Süden von Laos, nahe der Kambodschanischen Grenze. Der Bus fährt um 7 Uhr los und fährt die ganze Nacht. Aber es soll (mehr oder weniger) richtige Betten geben. Morgen früh müssen wir dann noch aufs Boot wechseln und sollen gegen 11 Uhr ankommen. Online eine Unterkunft zu buchen war uns nicht möglich, da es auf den Inseln fast kein Internet gibt und die Guesthouses somit nicht bei Agoda und co. auftauchen. Wir haben aber ein günstiges Guesthouse gefunden, das von einem Deutschen geleitet wird, einfach aber sauber sein soll, bei dem wir nachher mal versuchen anzurufen.

Wir werden also die nächsten Tage wahrscheinlich offline sein. Den Nächsten Bericht gibt es dann aus Kambodscha, aus Siam Reap, von wo aus wir nach Angkor starten werden.<br