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Abschluss unserer Reise in der Schweiz

Hallo zusammen,

wir sind am Freitag Abend nach über 8000 Kilometern wieder gut zuhause angekommen. Unsere letzten zwei Tage haben wir in der Schweiz verbracht und sind über den „Chäligang“ Klettersteig zur Engstlingenalp hoch.  Nachdem wir die Nacht in Adelboden auf immerhin 1300 Meter über dem Meer bei 5° C Außentemperatur verbracht haben ging es morgens bei Sonnenschein und steigenden Temperaturen los bis auf 2000 Meter über dem Meer. Leider wurde das Wetter wieder schlechter, weshalb uns der Ausblick auf die umliegenden 3000er versperrt blieb. Runter ging es nicht per Seilbahn, sondern auf dem steilen Wanderweg, vorbei an unzähligen Wasserfällen.

Morgen müssen wir wieder arbeiten, aber da am Freitag Feiertag ist geht’s für uns mit Lisa Familie von Dienstag bis Sonntag nach Frankreich, in die Vogesen. Bilder folgen dann demnächst.

Italien, und der Weg dort hin

Als letztes Ziel in Griechenland haben wir noch die Insel Korfu besucht. Allerdings nur Korfu Stadt und nur einen Tag. Viel Zeit hatten wir nicht mehr, weil wir die Fähre schon gebucht hatten. Danach ging es nach Albanien. Dort wollten wir eigentlich die Altstadt von Berat besichtigen, doch leider ging nach dem Tanken unser Wagen nicht mehr an. Der Schlüssel ließ sich nicht mehr drehen. Während der Tankwart unser Zündschloss zerlegte telefonierten wir mit dem ADAC, die einen Abschlepper schicken wollten. Nachdem der Tankwart aber das Schloss überbrückt hatte holte er seine Frau, die etwas Englisch sprach und uns erklärte, dass er das Problem für ca. 20€ lösen könne. Wir hatten nur noch umgerechnet 15€ in Bar, handelten also etwas und eine Stunde später war wieder alles gut. Reparaturmaterialien waren jede Menge Isolierband und Kabel. Zuhause müssen wir mal genau schauen was er da gemacht hat, aber bis jetzt funktioniert es super. Also ging es nur noch nach Tirane, der Hauptstad (lohnt nicht!) und dann in Richtung Fähre.

Morgens um 8 Uhr rollten wir von der Fähre und waren in Italien, genauer in Bari, ziemlich im Süden. Als nächstes wollten wir zur Amalfiküste, die im Reiseführer als eine der schönsten Küsten Europas beschrieben wird. Die Steilküste ist wirklich sehr schön, allerdings ist die Straße, die sich an der Küste entlang windet für große Autos eine Qual. Später haben wir dann noch erfahren, dass wir die Straße gar nicht hätten fahren dürfen. Gut dass wir nicht erwischt wurden. Am nächsten Morgen haben wir die schmalen Straßen und Serpentinen hinter uns gelassen und die Ruinen von Pompei besichtigt. Die alte Römerstadt wurde bei einem Ausbruch des nahen Vulkans Vesuv verschüttet. Heute kann man durch die freigelegten Mauern wandern und sich ansehen wie vor über 2000 Jahren gelebt wurde. Später haben wir dann noch die Ursache, den Vulkan, besucht und den Gipfel bestiegen. Statistiker sagen, dass ein Ausbruch schon längst überfällig ist, zum Glück blieb alles ruhig als wir da waren.

Da wir keine Lust auf Verkehrschaos und keine freien Stellplätze im Großraum Neapel und Rom hatten fuhren wir weiter Richtung Toskana. Dort waren wir heute baden. Obwohl man hier von der Temperatur noch gut im Meer oder in Flüssen schwimmen kann bevorzugten wir etwas Wärmeres. Wir waren in Saturnia, einem Fluss mit warmen Quellen und 30° C warmen Wasser. Da Sonntag ist, war leider viel los.

Jetzt sind wir in San Gimignano und genießen einen warmen Abend mit Pizza und Eis.

Istanbul & die Gastfreundschaft der Menschen

In Bulgarien war uns aufgefallen, dass wir bisher (und das waren immerhin gut 3500 Kilometer) keinen einzigen Stau hatten. Das sollte sich in Istanbul schnell ändern. Mit einem 6 Meter langen Gefährt, dass nicht unter jeder Brücke durch passt und fast so breit ist wie ein LKW in eine Großstadt wie Istanbul, das klingt erst mal nicht nach der klügsten Entscheidung. Jedoch hatten wir im Internet von einem Parkplatz direkt am Bosporus gehört, von dem viele Sehenswürdigkeiten zu Fuß erreichbar wären und Camper geduldet würden, auch wenn es kein Campingplatz sei. Diesen Platz wollten wir ansteuern.

Also befragten wir die Campingplatz Betreiberin an der Türkisch Bulgarischen Grenze nach dem klügsten Weg und der besten Abfahrtzeit. Trotzdem wurden die Straßen immer voller je näher wir der Stadt kamen bis der Verkehr zum Erliegen kam. Nach einer gefühlten Ewigkeit erreichten wir den Parkplatz auf den schon andere Camper, besonders aus Frankreich standen.

Die nächsten 3 Tage streiften wir durch Istanbul, gingen auf den Basars Shoppen, besichtigten Moscheen und andere Sehenswürdigkeiten und genossen das köstliche Türkische Essen.

Sobald die Türken hören, dass man Deutsch spricht, haben die meistens mindestens ein „Hallo wie geht’s?“ auf Lager, sehr viele die wir getroffen haben sprechen richtig gut. Mit Deutsch kamen wir genau so weit wie mit Englisch. Auf der Autobahn fuhr auch mal ein Auto neben uns, die Jungs darin kurbelten die Scheibe runter und riefen wo wir her kommen um bei unserer Antwort winkend und hupend weiter zu fahren. In einem Restaurant erzählte uns der Kellner, dass er vor kurzem in Köln gewesen wäre und über der Pizzeria zwischen Rewe und Aldi auf der Neusser Straße gewohnt hätte, direkt ums Eck bei uns.

Ganz ähnlich ergeht es und in Griechenland, wo wir momentan sind. Die letzten beiden Nächte haben wir außerhalb von Orten am Strand verbracht. Am ersten Morgen trafen wir einen Griechen, der früher mal in Dortmund gearbeitet hat und uns auf Bier, Kaffee und Krebse zu sich nach Hause einlud. Wir lehnten ab, da es halb 12 Mittags war und der Mann schon ziemlich betrunken war. Am zweiten morgen hielt neben uns ein Mofa mit einem alten Mann der seinen Hund ausführte. Er klopfte an die Scheibe und fragte wo wir in Köln wohnen würden, er käme aus Deutz. Dann zeigte er seine Bayer Jacke, wo er bis zu seiner Rente gearbeitet hätte. Im Sommer wären sie immer in Griechenland. Er verabschiedete sich, kam 30 Minuten später im Auto mit Kölner Kennzeichen und seiner Frau wieder und brachte zwei große Tüten mit Obst und Gemüse aus seinem Garten mit.

Seit Istanbul sind wir quasi auf dem Rückweg, der Östlichste Punkt unserer Reise ist erreicht. Wir haben uns einen Fährplatz gebucht, der uns Durres, Albanien nach Bari, Italien bringt. Am 17.09 um 23:00 Uhr geht’s los.

Jetzt sind wir in Thessaloniki und haben das erste Mal richtig schlechtes Wetter. Es ist kühl, grau und es regnet immer mal wieder.

Buzludzha – Monument der sozialistischen Partei Bulgariens

Buzludzha oder auch Buzludja ist eigentlich nur ein 1400 Meter hoher Berggipfel im Balkangebirge, jedoch befindet sich auf diesem Gipfel ein skurriles riesiges Gebäude, dass die Sozialistische Partei Bulgariens dort 1981 errichtet hat. Ich hatte schon an verschiedenen Stellen Bilder von dem Gebäude gesehen und wollte dort unbedingt hin. Wir waren uns nur nicht sicher, wie wir mit unserem langsamen, schweren Camper auf den Berg kommen sollten. Außerdem wusste unser Navi auch nicht so recht über den Weg Bescheid. Allerdings musste die sozialistische Partei beim Bau Unmengen Beton und Stahl auf den Gipfel bringen, weshalb es zwei breite Straßen gibt. Anscheinend wurde die Straßen schon etwas länger nicht mehr gebraucht, weshalb wir von einem Schlagloch ins nächste holperten. Wir brauchten Ewig bis wir oben waren und es wurde schon dunkel.

Oben angekommen stellen wir uns vor das Gebäude auf einen von Gras überwachsenen Parkplatz. Die Temperatur war bei angenehmen 15°, so dass wir endlich mal wieder ruhig schlafen konnten ohne, dass wir nachts wegen der Hitze aufwachten. Wir waren die ganze Zeit dort alleine, mit Ausnahme einer Gruppe (Wild-?) Pferde, die auf dem Gipfel wohnt und nachts um unseren Camper rum standen.

Morgens sind wir dann die überwachsenen Steinstufen hoch vom Parkplatz zum Gebäude. Neben den Pferden leben dort auch unzählige kleine Vögel die im Schwarm um die Turmspitze flogen.

Das Gebäude steht schon längere Zeit leer und keiner fühlt sich verantwortlich, deshalb ist es auf den zweiten Blick ziemlich verfallen. Bei der Umrundung fanden wir ein kleines Loch durch das man ins Innere gelangen konnte. Der Innenraum wird dominiert durch eine Runde Versammlungshalle. Außerhalb der Halle verläuft eine Galerie mit Fenstern von denen man übers Land blicken kann. Die Versammlungshalle und die Galerie sind mit Wandmosaiken geschmückt, die bulgarische und internationale berühmte Sozialisten zeigen. Leider sind die Mosaike teilweise stark zerstört. Nicht erreichbar, und damit auch nicht zerstört ist das Mosaik mit Hammer und Sichel, das kreisrund in der Mitte der Versammlungshalle hängt. Das Gebäude verfügt auch über eine Eingangshalle (stark zerstört) mit offenen Treppen und mindestens zwei Kellergeschosse, die teilweise unter Wasser stehen. Den riesigen Turm kann man über einen Anbau erreichen. Dafür muss man ein Stockwerk nach unten. Der Turm selber kann auch noch bestiegen werden, oben ist er offen.

Nach unserem morgendlichen Besuch haben wir unsere Sachen gepackt und sind in Richtung Türkei weiter fahren. Nun sind wir auf einem Campingplatz direkt hinter der Grenze, planen die nächsten Tage und waschen.