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Italien, und der Weg dort hin

Als letztes Ziel in Griechenland haben wir noch die Insel Korfu besucht. Allerdings nur Korfu Stadt und nur einen Tag. Viel Zeit hatten wir nicht mehr, weil wir die Fähre schon gebucht hatten. Danach ging es nach Albanien. Dort wollten wir eigentlich die Altstadt von Berat besichtigen, doch leider ging nach dem Tanken unser Wagen nicht mehr an. Der Schlüssel ließ sich nicht mehr drehen. Während der Tankwart unser Zündschloss zerlegte telefonierten wir mit dem ADAC, die einen Abschlepper schicken wollten. Nachdem der Tankwart aber das Schloss überbrückt hatte holte er seine Frau, die etwas Englisch sprach und uns erklärte, dass er das Problem für ca. 20€ lösen könne. Wir hatten nur noch umgerechnet 15€ in Bar, handelten also etwas und eine Stunde später war wieder alles gut. Reparaturmaterialien waren jede Menge Isolierband und Kabel. Zuhause müssen wir mal genau schauen was er da gemacht hat, aber bis jetzt funktioniert es super. Also ging es nur noch nach Tirane, der Hauptstad (lohnt nicht!) und dann in Richtung Fähre.

Morgens um 8 Uhr rollten wir von der Fähre und waren in Italien, genauer in Bari, ziemlich im Süden. Als nächstes wollten wir zur Amalfiküste, die im Reiseführer als eine der schönsten Küsten Europas beschrieben wird. Die Steilküste ist wirklich sehr schön, allerdings ist die Straße, die sich an der Küste entlang windet für große Autos eine Qual. Später haben wir dann noch erfahren, dass wir die Straße gar nicht hätten fahren dürfen. Gut dass wir nicht erwischt wurden. Am nächsten Morgen haben wir die schmalen Straßen und Serpentinen hinter uns gelassen und die Ruinen von Pompei besichtigt. Die alte Römerstadt wurde bei einem Ausbruch des nahen Vulkans Vesuv verschüttet. Heute kann man durch die freigelegten Mauern wandern und sich ansehen wie vor über 2000 Jahren gelebt wurde. Später haben wir dann noch die Ursache, den Vulkan, besucht und den Gipfel bestiegen. Statistiker sagen, dass ein Ausbruch schon längst überfällig ist, zum Glück blieb alles ruhig als wir da waren.

Da wir keine Lust auf Verkehrschaos und keine freien Stellplätze im Großraum Neapel und Rom hatten fuhren wir weiter Richtung Toskana. Dort waren wir heute baden. Obwohl man hier von der Temperatur noch gut im Meer oder in Flüssen schwimmen kann bevorzugten wir etwas Wärmeres. Wir waren in Saturnia, einem Fluss mit warmen Quellen und 30° C warmen Wasser. Da Sonntag ist, war leider viel los.

Jetzt sind wir in San Gimignano und genießen einen warmen Abend mit Pizza und Eis.

Unser Camper

Als wir uns sicher waren, dass wir im nächsten großen Urlaub Süd-Ost Europa erkunden möchten, war auch schnell klar, dass wir nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln reisen werden. Die Kosten für Flüge, Bus- und Bahntickets und besonders Übernachtungen sowie die Einschränkungen was die Routen betrifft waren die Gründe für die Entscheidung zum eigenen Auto.

Wir haben uns dann für einen großen Camper entschieden. Das mag für zwei Personen vielleicht etwas überdimensioniert erscheinen, aber kleine Camper, wie VW Busse haben keine Komplettausstattung. Da wir vor haben je nach Möglichkeit in den jeweiligen Ländern auch frei zu stehen, also keinen Campingplatz anzusteuern, war eine Vollausstattung mit Badezimmer, genügend Wasser- und Gasvorräten für uns wichtig.

Wir haben den Wagen Anfang de Jahres von einem Rentner gekauft und erst mal gründlich entmüllt. Teppichboden, Vorhänge und aller anderer Kram der drin geblieben war, wurde entsorgt. In den nächsten Monaten haben wir den Wagen durch den TÜV gebracht, (Danke an Jörn und Mike sowie Dirk fürs Kochen) Flüssigkeiten gewechselt, die Polster gewaschen und desinfiziert, neuen Boden verlegt, Vorhänge genäht bekommen (Danke an Jutta),das Badezimmer abgedichtet und drinnen gründlich geputzt.

Damit sind wir fast startklar. Damit wir mit einem ruhigen Gewissen in den Urlaub starten können, gönnen wir uns noch einen neuen Zahnriemen und eine neue Wasserpumpe, die diese Woche eingebaut werden.

Hier noch ein paar Fakten für die Autointeressierten unter euch:

Marke: Fiat Ducato 290 Maxi mit Dethleffs Wohnmobil Aufbau

Baujahr: 1991

Motor: 1.8 TD mit 82 PS

Reisegeschwindigkeit: 80  – 90 km/h

Sitzplätze: 6

Schlafplätze: 5

Ausstattung: 2 Flammen Gas- Kocher, Spülbecken, Warmwasser Boiler, Kühlschrank (AC/DC/ Gas), Toilette, Dusche, Waschbecken, Markise, Fahrradträger, …

Uns so sieht das gute Stück kurz vor Abfahrt aus: Ich muss gestehen, wir hatten noch keine Zeit von außen zu putzen.

Köln – Istanbul im Sommer 2014

Hallo zusammen,

ich hatte ja schon vor längerer Zeit angekündigt, dass wir an unserer nächsten Reise planen. Heute möchte ich ein wenig mehr verraten. Wir möchten diesen Sommer Europa näher kennen lernen. Aber nicht die Länder in Südeuropa in denen jeder von uns schon etliche Male war, sondern Länder, die man vielleicht nicht direkt mit dem Sommerurlaub verbindet. Ich spreche von Süd-Ost Europa, der Balkanhalbinsel. Besonders reizvoll finde ich Albanien, das Land, dass nach dem Zerfall der Sowjet Union am längsten isoliert blieb, Montenegro mit seinen Bergen und Mazedonien.

Unser momentaner Plan sieht vor über Österreich und Slowenien an die Adria zu reisen und über Kroatien Richtung Süden zu fahren. Von Albanien gibt es dann die Möglichkeit durch den Kosovo oder Mazedonien nach Bulgarien zu reisen. Von Bulgarien kann man dann in die Türkei einreisen. Unser Rückweg soll uns über Griechenland und wenn Möglich über die Italien zurück nach Deutschland führen.

Wir haben uns für diese Tour ein Campingmobil gekauft in dem alles ist, damit wir möglichst nicht auf Hotels, Hostels und Campingplätze angewiesen sind. Momentan arbeiten wir daran den Wagen, der schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat, für den TÜV vorzubereiten. Wenn diese Prüfung geschafft ist stelle ich ihn hier vor.