Archiv der Kategorie: Kroatien 2014

Dubrownik – die wohl schönste Stadt Kroatiens

Dubrownik ist die in Kroatien am meisten besuchte Stadt. Der Grund dafür ist die große, vollkommen erhaltene Altstadt mit ihrer imposanten Befestigungsanlage. Zum Glück lagen keine großen Kreuzfahrtschiffe vor Anker, so waren es nicht ganz so viele Menschen die sich in den Gassen tummelten.

Wir haben die Besichtigung mit einer Tour über die Stadtmauer begonnen, über die man die ganze Stadt umrunden kann und einen herrlichen Blick über die Dächer, das Meer und die vorgelagerte Insel hat. Mittags haben wir zufällig zwischen den ganzen Fischrestaurants ein kleines veganes Lokal gefunden in dem wir gut gegessen haben.

Wir hatten einen Campingplatz in einem kleinen Vorort von Mostar auf dem wir unseren Camper unter Limetten- und Feigenbäumen parken konnten. Der Mittelpunkt des Platzes war eine kleine Kapelle, die nicht mehr genutzt wird. Der Luxus des Platzes war, dass wir mit einem Wassertaxi direkt in die Altstadt fahren und nach der Stadtbesichtigung nochmal kurz in die kühlende Adria springen konnten.

 

Split

Nach Split kamen wir zuallererst um unseren Camper einer Werkstatt vorzustellen. Da Split mit knapp 200.000 Einwohnern eine der Großstädte Kroatiens ist schien es für uns sinnvoll hier eine Werkstatt aufzusuchen. Der ADAC hatte uns in einer ihrer Vertragswerkstätten angekündigt. Als wir morgens auf den Hof der Werkstatt fuhren wollte sich niemand um unser Problem kümmern. Wir sollten damit zu einem Fiat Händler fahren. Wir haben versucht klar zu machen, dass unser Problem nichts mit Fiat zu tun hat, weil der Wohnmobilaufbau nicht von Fiat ist, jedoch war das den Mechanikern egal. Sie hatte schlicht keine Lust. Also haben wir wieder beim ADAC angerufen und haben um die nächste Adresse gebeten. Die nächste Autowerkstatt war direkt um die Ecke. Als wir bei „Autotuning Marko“ ankamen wurde gerade ein anderer deutscher PKW vom Abschlepper abgeladen. Marko sagte uns, dass wir waren müssen bis er sich um den Wagen gekümmert habe. Also saßen wir bei 30° vor seiner Werkstatt im Camper, weil es draußen keinen Schatten gab und haben die Werkstatt durch die Fenster beobachtet. Als Marko dann nach mehreren Stunden Wartens Zeit für uns hatte glaubten wir nicht, dass er sich unseres Problems annehmen, oder uns auf den nächsten Tag vertrösten würde. Jedoch wurde sofort das Problem mit uns besprochen und dann ging es auch schon los. Marko holte Lade- und Messgerät und machte sich über unsere Elektrik her. Zwischendurch klingelte unzählige Male sein Handy und der ADAC kündigte neue Fahrzeuge an. Nach 30 Minuten hatte Marko den Fehler, den Sicherungskasten im Motorraum und nach weiteren 30 Minuten konnten wir mit einem neuen und einer funktionierenden Bordelektrik vom Hof rollen.

Nach diesem Erfolgserlebnis sind wir gut gelaunt in die Altstadt von Split gefahren und haben mit Eis in der Hand eine Tour durch die schmalen Gassen gemacht. Split ist, wie viele Städte Kroatiens durch den Einfluss Venedigs und der Römer geprägt, was man an der Bauweise stark erkennen kann. Die Stadt ist umgeben von einer gut erhaltenen Stadtmauer mit unzähligen Toren. Leider ist die Stadt wie auch die anderen kroatischen Städte gepflastert mit Souvenirshops in denen es überall die gleichen kitschigen Souvenirs gibt. Shopping fiel also aus.

 

Nord Dalmatien

Von den Plitwitzer Seen ging es in Richtung Küste, runter vom Gebirge, weg vom schlechten Wetter hin zum Sonnenschein und 30°C. Sobald wir die Berge überwunden hatten wurde es schlagartig anders. Die Landschaft wurde grauer und wüstenähnlich und die Temperatur stieg auf 30°C. Wir sind dann auf die Insel Pag gefahren, die man über eine Brücke erreichen kann. Die Insel ist an den meisten Stellen karg und ohne viel grün. Im Inneren der Insel haben wir aber auch Täler mit Wiesen und Bäumen gesehen. Leider war die Camping Situation vorher unklar. In unseren Reiseführern waren nur sehr dürftige Informationen. Da unser Elektrikproblem weiterhin besteht wollten wir lieber wieder auf einen Autocamp. Der einzige Campingplatz von dem wir wussten wollte dann ca. 40€ für eine Nacht von uns. Nach unserer Absage gab uns die Mitarbeiterin den Tip noch etwas weiter zu fahren. Nach einem kleinen Schild und einer sehr steilen Straße standen wir dann auf einem Campingplatz der von einer Mischung aus Dauercampern, Hippies, und Jugendlichen bewohnt wurde. Die Ausstattung war schlecht, es war ultra dreckig aber sonst gut. Der Platz lag unmittelbar am Meer, also genau das was wir brauchten.

Am nächsten Tag sind wir dann irgendwann weiter in Richtung Süden, haben Pag’er Käse (ähnlich wie Parmesan) gekauft und sind nach Zadar, eine für Kroatische Verhältnisse, Großstadt.

Zadar bietet eine nette enge Altstadt mit venezianischer Stadtmauer. Viele Gebäude sind aber nicht mehr alt, da die Stadt in den letzten Kriegen stark umkämpft war. Zadar hat aber auch rundherum das Meer, man kann sofort von der Altstadt ins Meer hüpfen.

Ein lokaler Architekt hat an der Uferpromenade zwei ungewöhnliche Denkmäler geschaffen, dem Meer und der Sonne.

Das Meeresdenkmal ist eine Meerorgel, die durch den Wasserdruck immerzu Musik macht. Die Klänge kann man an der ganzen Promenade hören. Im Boden sind Löcher durch die die einzelnen Töne kommen. Es ist eine sehr ruhige Musik, die sich bei Wellen von vorbeifahrenden Schiffen verändert.

Der „Gruß an die Sonne“ ist ein großer Kreis im Boden, der aus einer Solaranlage besteht. Tagsüber sammelt die Anlage genug Strom um die Promenade mit Licht zu versorgen. Abends, sobald die Sonne untergegangen ist, beginnen die Leds zwischen den einzelnen Solarpanals eine Lichtshow die sich viele Leute anschauen.

Noch ein kurzes Update zum weiteren Verlauf und zum Zustand unseres Campers.

Wir hatten in Zadar versucht eine Werkstatt zu suchen, die uns helfen kann. Der ADAC war hilfreich mit der Vermittlung, aber die Werkstatt hatte zu viel zu tun. Der ADAC hat uns nun für Montag einen Autoelektriker in Split gesucht, der Montag oder Dienstag Zeit hat. (Termine gibt’s nicht). Vielleicht können uns die Experten da ja helfen. Heute sind wir in Vodice, einem kleinen Küstenort zwischen Zadar und Split, morgen geht’s in den Krka Nationalpark.

Schönen Gruß

Nationalpark Plitwitzer Seen

Die meisten Attraktionen von Kroatien liegen an der Küste, nicht so der Nationalpark Plitwitzer Seen. Um dorthin zu gelangen, muss man von der Autobahn im Landesinneren abfahren und dann eine ziemliche Strecke über die Landstraße. Mit jedem Kilometer werden die Orte weniger und man merkt, dass es den Menschen in der Region finanziell noch nicht so gut geht, wie ihren Landsleuten an der Küste. Hier leben die meisten Menschen von der Landwirtschaft, am Straßenrand hat jeder Bauernhof einen Tisch mit denen zum Verkauf stehenden Angeboten. Meistens war das Honig, Schnaps, Knoblauch und Marmelade.

Wir haben nahe des Nationalparks einen kleinen „Autocamp“ gefunden, eine Wiese hinterm Haus der Betreiber. Die Ausstattung auf diesen Autocamps ist, anders bei den großen Campingplätzen, einfach, dafür stimmt der Preis. Wir wollten am nächsten morgen früh los, da der Nationalpark sehr groß, es also viel zu entdecken gibt, und es viele Tagestouren von der Küste gibt, bei denen Busladungen voller Touristen dorthin gebracht werden.

Nachts gab es mehrere starke Gewitter, die uns ziemlich viel Schlaf gekostet haben, denn bei Regen wird es richtig laut in unserem Camper. Am nächsten Morgen war dann, anders als angekündigt recht gutes Wetter und wir sind den ganzen Tag fast trocken geblieben.

Die Plitwitzer Seen sind eine Landschaft bestehend aus Seen und Wasserfällen, die durch das Karstgestein der Region entstanden sind. Das Wasser mehrerer Flüsse fällt dabei etliche Wasserfälle herab von dem der höchste 78 Meter misst. Die Seen und Flüsse sind von Urwald gesäumt, in denen es Bären und Wölfe gibt (Wir haben keine gesehen 😉

Der Nationalpark ist touristisch komplett erschlossen. Dazu zählen zum einen Stege, ohne die man den Großteil der Seen und Wasserfälle nicht erreichen könnte, aber auch Elektroboote die einen über größere See bringen sowie eine Art Bus, der einen über große Distanzen zurück zum Startpunkt bringt. So muss man nicht denselben Weg zurück, den man gekommen ist. Der Service hat natürlich auch seinen Preis. Als Studenten haben wir 110 Kuna (ca. 15 €uro) bezahlt. In der Off Season ist es deutlich billiger. Der Erwachsenenpreis liegt momentan bei stolzen 220 Kuna. Dazu kommen nochmal ca. 10€ fürs Parken.

Unser Start im Park war recht gut, es waren zwar schon viele Menschen unterwegs, was aber aufgrund der Größe nicht störte. Gegen Ende unserer Tour wurde es dann immer voller. Man musste auf den Stegen stehen bleiben, weil Leute zum fotografieren angehalten hatten und den Steg versperrten. Am Ausgang des Parks war es dann richtig voll. Es wimmelte von Reisegruppen, die sich mit falschem Schuhwerk um ihren Guide drängten.

Das Gewitter und der starke Regen in der Nacht zuvor war eher von Vorteil, denn die Flüsse führten sehr viel Wasser, was nicht selbstverständlich im August ist.

Nach der Tour haben wir uns auf den Weg an die Küste gemacht in der Hoffnung auf Meer, Sonne und Sommerwetter. Wir wurden nicht enttäuscht.