Urbex im Baltikum

Das Baltikum hat durch seine sozialistische Vergangenheit viele verlassene Orte zu erkunden, dachte ich vor der Reise.

Allerdings hat sich diese Annahme dann nur zum Teil bewahrheitet. Viele Orte waren doch noch (oder wieder) in Benutzung.

Das Gefängnis Patarei in Tallinn liegt mittlerweile in einem aufstrebenden Vierteil mit jeder Menge neuer Gebäude. Die Zugänge des Gefängnis sind alle verschlossen werden, teilweise ist das Gebäude vermietet.  Was genau in der Zukunft aber mit dem Ort geschehen soll steht aktuell nicht fest.

Ganz in der Nähe befindet sich die Linnahall, eine Multifunktionshalle mit Konzertsaal und Eisfläche,  die zu sozialistischen Zeiten Architekturpreise gewonnen hat. Vom Dach der Hallle hat man einen guten Ausblick auf die Ostsee und die Altstadt, allerdings findet in der Halle schon lange nichts mehr statt. Die meisten Eingänge sind versperrt, überall bröckeln die Fassaden, aber drinnen wird immer noch der Stillstand verwaltet, auch wenn niemand so recht weiß wie es weiter gehen soll.

Das Gebäude ist durch seine Größe schwer zu erfassen und wäre sicher interessant zu besichtigen. Leider ist das aber aktuell nicht möglich.

 

Die Stadt Skunda-1 in Lettland wurde in der Nähe zur Stadt Skunde erbaut, und war für die Angestellten und Familien einer nahe gelegen geheimen Radarstation. Nach dem Zusammenbruch des Sozialismus zogen die Menschen fort und überließen die Stadt seinem Schicksal.

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