Cirque de Gavarnie

Nachdem wir an der französischen Atlantikküste an der Grenze zu Spanien angekommen waren, hieß es für uns Abschied nehmen von Wellen und Meer und Richtung Osten zu fahren. Auf dem Programm standen die Pyrenäen, mit dem Cirque de Gavarnie.

Der Cirque de Gavarnie ist ein Talkessel mit atemberaubendem Blick auf die vor einem liegenden Dreitausender. Von der geraden Felswand, die den Talkessen im Süden umschließt stürzen mehrere kleinere und größere Wasserfälle nach unten und vereinen sich zu einem Bergbach, der auf seinem Weg ins Tal schnell an Größe gewinnt.

Ausgangspunkt für die Besichtigung ist das kleine Dorf Gavarnie, in dem die Straße endet. Wir kamen abends den langen Weg hoch ins Dorf und erlebten ein recht schönes, leeres Dorf mit ein paar Hotels und Restaurants, Ausrüstungsläden, Bäckern und Lebensmittelgeschäften. Einzig die Parkplätze deuteten darauf hin, dass dies tagsüber nicht das abgeschiedene Bergdorf ist, das es abends vorgibt zu sein.

Um unsere Tour ohne Menschenmassen zu begehen ging es am nächsten Tag früh los. Im Dorf war alles ruhig. Es sollte zuerst den kürzesten Weg durch das Tal zum Cirque für uns werden und auf einer weiteren Route am Hang der umliegenden Berge zurück.

Zum Glück war der Andrang am Tag doch nicht so schlimm wie befürchtet, was vielleicht auch am Wetter lag, es waren über 30°C angekündigt. Trotzdem sahen wir auf dem Weg Frauen mit Absatzschuhen und Männer in Croques. Zumindest der Mann in den hässlichen Plastiklatschen hat es aber bis zum Cirque geschafft, trotz Geröllfeldern in denen wir mit Wanderschuhen schon Probleme hatten.

Auf dem Rückweg haben wir dann fast niemanden mehr getroffen, aber gelegentlich konnten wir vom Hang aus einen Blick auf den Weg im Tal werfen auf dem sich die Menschen in der Hitze, meist ohne Schatten zum Cirque gekämpft haben.

Ganz zum Schluss haben wir noch zwei Murmeltiere gesehen die vor ihrem Bau die Sonne genossen haben.

 

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