Vom Kosovo, Mazedonien und Bulgarien

In den letzten Tagen haben wir viele Länder durchfahren. Leider haben wir diese Länder recht schnell durchfahren, da es auf unserer Route gar nicht so viel anzuschauen gab. Das waren der Kosovo, Mazedonien und Bulgarien. Aber nun von vorne:

Wir sind von Montenegro nach Albanien gefahren. Wir hatten von langen Staus an der Grenze gelesen, aber es ging zum Glück recht fix. Den Grenzern reichte auch ein kurzer Blick ins Innere des Campers und wir waren drüben. Das nächste wovon wir gelesen hatten stimmte allerdings. Die Straßen wurden schlecht und die andere Autos überholten immer, überall und blieben dabei möglichst lange auf der Gegenfahrbahn (Scheint wohl eine Art Spiel vor Ort zu sein). Noch etwas, dass uns bei unserem kurzen Besuch aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass die Albaner scheinbar am liebsten Mercedes fahren. Man sieht unheimlich viele Mercedes auf den Straßen. Besonders auch solche, die (wären sie gut erhalten) in Deutschland schon von Sammlern gekauft würden.

Übernachten wollten wir am Strand. Campingplätze gibt es in Albanien ohne hin noch fast nicht. Wir hatten Koordinaten von einem Strand, an dem das gut möglich sein sollte. Also fuhren wir direkt auf den Strand (dort wo es der Sand zuließ) und verbrachten die Nacht mit Blick aufs Meer und keinem Menschen weit und breit.

Am nächsten Tag, nachdem wir nach dem Frühstück im Meer baden waren machten wir uns auf den Weg in Richtung Kosovo. Leider durchfuhren wir den Kosovo ohne größere Stopps. Das lag daran, dass wir nicht so recht wussten, was wir uns anschauen sollten. Auf Städte hatten wir keine Lust und die bergige, grüne Natur im Kosovo ist leider immer noch vermint, weshalb einem angeraten wird Wege zu verlassen. Die Berge und die schlechten Straßenverhältnisse waren dafür zuständig, dass die Fahrt ziemlich lange gedauert ist, obwohl wir nur ein kurzes Stück durch das Land gereist sind. Die Menschen dort waren sehr freundlich. Viele Leute in den Dörfern winkten uns zu und viele Kinder sahen so aus, als hätten sie noch nie ein Gefährt wie unseres gesehen.

Nach dem Kosovo ging es nach Mazedonien, die Straßenverhältnisse blieben ähnlich. Übernachten wollten wir in der Hauptstadt Skopje. Dort fanden wir einen Parkplatz der uns sicher erschien. Zufällig lag da auch gerade ein Wasserschlauch an dem wir unseren Wassertank auffüllen konnten. Duschwasser war also auch vorhanden. Abends sind wir dann in die Innenstadt gegangen. Wer auf pompöse, riesige Denkmäler, beleuchtete Springbrunnen mit Musik und riesige Messingstaturen steht sollte sich die Stadt mal anschauen. An jeder Ecke stand die Statue von irgendjemandem der sich für das Land verdient gemacht hat. Leider konnten wir nicht lesen wer die Leute waren, denn Mazedonien war unser erstes Land auf dieser Reise, das die kyrillische Schrift nutzt. Abends waren wir aber noch lecker, und vor allem günstig essen.

Nach einer ruhigen Nacht auf dem Parkplatz von Skopje ging es wieder zur Grenze, dieses Mal nach Bulgarien. Über Bulgarien hatten wir auch schreckliches gelesen, was die Straßenverhältnisse angeht, jedoch waren wir nach den vorangegangenen Ländern positiv überrascht. Bei bulgarischen Autos kann man häufig sehen, dass deren erstes Leben in Deutschland stattgefunden hat. Aufkleber wie „Bitte ein Bit“ oder „Tischlerarbeiten Meier“ sahen wir sehr häufig. Scheinbar finden viele alte Autos ihren Weg über die Grenze. Besonders alte VW Passat und Golf I, die in Deutschland nicht mehr zu sehen sind, sind hier noch regelmäßig zu bestaunen.

In Bulgarien haben wir eine Off Attraktion besichtigt, zu der ich schon lange einmal hin wollte, das Buzludzha Monument, das dem bulgarischen Sozialismus gewidmet ist. Dazu gibt es einen extra Bericht.

 

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