Buzludzha – Monument der sozialistischen Partei Bulgariens

Buzludzha oder auch Buzludja ist eigentlich nur ein 1400 Meter hoher Berggipfel im Balkangebirge, jedoch befindet sich auf diesem Gipfel ein skurriles riesiges Gebäude, dass die Sozialistische Partei Bulgariens dort 1981 errichtet hat. Ich hatte schon an verschiedenen Stellen Bilder von dem Gebäude gesehen und wollte dort unbedingt hin. Wir waren uns nur nicht sicher, wie wir mit unserem langsamen, schweren Camper auf den Berg kommen sollten. Außerdem wusste unser Navi auch nicht so recht über den Weg Bescheid. Allerdings musste die sozialistische Partei beim Bau Unmengen Beton und Stahl auf den Gipfel bringen, weshalb es zwei breite Straßen gibt. Anscheinend wurde die Straßen schon etwas länger nicht mehr gebraucht, weshalb wir von einem Schlagloch ins nächste holperten. Wir brauchten Ewig bis wir oben waren und es wurde schon dunkel.

Oben angekommen stellen wir uns vor das Gebäude auf einen von Gras überwachsenen Parkplatz. Die Temperatur war bei angenehmen 15°, so dass wir endlich mal wieder ruhig schlafen konnten ohne, dass wir nachts wegen der Hitze aufwachten. Wir waren die ganze Zeit dort alleine, mit Ausnahme einer Gruppe (Wild-?) Pferde, die auf dem Gipfel wohnt und nachts um unseren Camper rum standen.

Morgens sind wir dann die überwachsenen Steinstufen hoch vom Parkplatz zum Gebäude. Neben den Pferden leben dort auch unzählige kleine Vögel die im Schwarm um die Turmspitze flogen.

Das Gebäude steht schon längere Zeit leer und keiner fühlt sich verantwortlich, deshalb ist es auf den zweiten Blick ziemlich verfallen. Bei der Umrundung fanden wir ein kleines Loch durch das man ins Innere gelangen konnte. Der Innenraum wird dominiert durch eine Runde Versammlungshalle. Außerhalb der Halle verläuft eine Galerie mit Fenstern von denen man übers Land blicken kann. Die Versammlungshalle und die Galerie sind mit Wandmosaiken geschmückt, die bulgarische und internationale berühmte Sozialisten zeigen. Leider sind die Mosaike teilweise stark zerstört. Nicht erreichbar, und damit auch nicht zerstört ist das Mosaik mit Hammer und Sichel, das kreisrund in der Mitte der Versammlungshalle hängt. Das Gebäude verfügt auch über eine Eingangshalle (stark zerstört) mit offenen Treppen und mindestens zwei Kellergeschosse, die teilweise unter Wasser stehen. Den riesigen Turm kann man über einen Anbau erreichen. Dafür muss man ein Stockwerk nach unten. Der Turm selber kann auch noch bestiegen werden, oben ist er offen.

Nach unserem morgendlichen Besuch haben wir unsere Sachen gepackt und sind in Richtung Türkei weiter fahren. Nun sind wir auf einem Campingplatz direkt hinter der Grenze, planen die nächsten Tage und waschen.

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