Nord Dalmatien

Von den Plitwitzer Seen ging es in Richtung Küste, runter vom Gebirge, weg vom schlechten Wetter hin zum Sonnenschein und 30°C. Sobald wir die Berge überwunden hatten wurde es schlagartig anders. Die Landschaft wurde grauer und wüstenähnlich und die Temperatur stieg auf 30°C. Wir sind dann auf die Insel Pag gefahren, die man über eine Brücke erreichen kann. Die Insel ist an den meisten Stellen karg und ohne viel grün. Im Inneren der Insel haben wir aber auch Täler mit Wiesen und Bäumen gesehen. Leider war die Camping Situation vorher unklar. In unseren Reiseführern waren nur sehr dürftige Informationen. Da unser Elektrikproblem weiterhin besteht wollten wir lieber wieder auf einen Autocamp. Der einzige Campingplatz von dem wir wussten wollte dann ca. 40€ für eine Nacht von uns. Nach unserer Absage gab uns die Mitarbeiterin den Tip noch etwas weiter zu fahren. Nach einem kleinen Schild und einer sehr steilen Straße standen wir dann auf einem Campingplatz der von einer Mischung aus Dauercampern, Hippies, und Jugendlichen bewohnt wurde. Die Ausstattung war schlecht, es war ultra dreckig aber sonst gut. Der Platz lag unmittelbar am Meer, also genau das was wir brauchten.

Am nächsten Tag sind wir dann irgendwann weiter in Richtung Süden, haben Pag’er Käse (ähnlich wie Parmesan) gekauft und sind nach Zadar, eine für Kroatische Verhältnisse, Großstadt.

Zadar bietet eine nette enge Altstadt mit venezianischer Stadtmauer. Viele Gebäude sind aber nicht mehr alt, da die Stadt in den letzten Kriegen stark umkämpft war. Zadar hat aber auch rundherum das Meer, man kann sofort von der Altstadt ins Meer hüpfen.

Ein lokaler Architekt hat an der Uferpromenade zwei ungewöhnliche Denkmäler geschaffen, dem Meer und der Sonne.

Das Meeresdenkmal ist eine Meerorgel, die durch den Wasserdruck immerzu Musik macht. Die Klänge kann man an der ganzen Promenade hören. Im Boden sind Löcher durch die die einzelnen Töne kommen. Es ist eine sehr ruhige Musik, die sich bei Wellen von vorbeifahrenden Schiffen verändert.

Der „Gruß an die Sonne“ ist ein großer Kreis im Boden, der aus einer Solaranlage besteht. Tagsüber sammelt die Anlage genug Strom um die Promenade mit Licht zu versorgen. Abends, sobald die Sonne untergegangen ist, beginnen die Leds zwischen den einzelnen Solarpanals eine Lichtshow die sich viele Leute anschauen.

Noch ein kurzes Update zum weiteren Verlauf und zum Zustand unseres Campers.

Wir hatten in Zadar versucht eine Werkstatt zu suchen, die uns helfen kann. Der ADAC war hilfreich mit der Vermittlung, aber die Werkstatt hatte zu viel zu tun. Der ADAC hat uns nun für Montag einen Autoelektriker in Split gesucht, der Montag oder Dienstag Zeit hat. (Termine gibt’s nicht). Vielleicht können uns die Experten da ja helfen. Heute sind wir in Vodice, einem kleinen Küstenort zwischen Zadar und Split, morgen geht’s in den Krka Nationalpark.

Schönen Gruß

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