Nationalpark Plitwitzer Seen

Die meisten Attraktionen von Kroatien liegen an der Küste, nicht so der Nationalpark Plitwitzer Seen. Um dorthin zu gelangen, muss man von der Autobahn im Landesinneren abfahren und dann eine ziemliche Strecke über die Landstraße. Mit jedem Kilometer werden die Orte weniger und man merkt, dass es den Menschen in der Region finanziell noch nicht so gut geht, wie ihren Landsleuten an der Küste. Hier leben die meisten Menschen von der Landwirtschaft, am Straßenrand hat jeder Bauernhof einen Tisch mit denen zum Verkauf stehenden Angeboten. Meistens war das Honig, Schnaps, Knoblauch und Marmelade.

Wir haben nahe des Nationalparks einen kleinen „Autocamp“ gefunden, eine Wiese hinterm Haus der Betreiber. Die Ausstattung auf diesen Autocamps ist, anders bei den großen Campingplätzen, einfach, dafür stimmt der Preis. Wir wollten am nächsten morgen früh los, da der Nationalpark sehr groß, es also viel zu entdecken gibt, und es viele Tagestouren von der Küste gibt, bei denen Busladungen voller Touristen dorthin gebracht werden.

Nachts gab es mehrere starke Gewitter, die uns ziemlich viel Schlaf gekostet haben, denn bei Regen wird es richtig laut in unserem Camper. Am nächsten Morgen war dann, anders als angekündigt recht gutes Wetter und wir sind den ganzen Tag fast trocken geblieben.

Die Plitwitzer Seen sind eine Landschaft bestehend aus Seen und Wasserfällen, die durch das Karstgestein der Region entstanden sind. Das Wasser mehrerer Flüsse fällt dabei etliche Wasserfälle herab von dem der höchste 78 Meter misst. Die Seen und Flüsse sind von Urwald gesäumt, in denen es Bären und Wölfe gibt (Wir haben keine gesehen 😉

Der Nationalpark ist touristisch komplett erschlossen. Dazu zählen zum einen Stege, ohne die man den Großteil der Seen und Wasserfälle nicht erreichen könnte, aber auch Elektroboote die einen über größere See bringen sowie eine Art Bus, der einen über große Distanzen zurück zum Startpunkt bringt. So muss man nicht denselben Weg zurück, den man gekommen ist. Der Service hat natürlich auch seinen Preis. Als Studenten haben wir 110 Kuna (ca. 15 €uro) bezahlt. In der Off Season ist es deutlich billiger. Der Erwachsenenpreis liegt momentan bei stolzen 220 Kuna. Dazu kommen nochmal ca. 10€ fürs Parken.

Unser Start im Park war recht gut, es waren zwar schon viele Menschen unterwegs, was aber aufgrund der Größe nicht störte. Gegen Ende unserer Tour wurde es dann immer voller. Man musste auf den Stegen stehen bleiben, weil Leute zum fotografieren angehalten hatten und den Steg versperrten. Am Ausgang des Parks war es dann richtig voll. Es wimmelte von Reisegruppen, die sich mit falschem Schuhwerk um ihren Guide drängten.

Das Gewitter und der starke Regen in der Nacht zuvor war eher von Vorteil, denn die Flüsse führten sehr viel Wasser, was nicht selbstverständlich im August ist.

Nach der Tour haben wir uns auf den Weg an die Küste gemacht in der Hoffnung auf Meer, Sonne und Sommerwetter. Wir wurden nicht enttäuscht.

 

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