4000 Inseln

Hallo und viele Grüße aus Kambodscha, genauer gesagt aus Siem Reap, dem „Tor zu Angkor“.
Bevor ich aber aus Kambodscha berichte gibt es noch was aus Laos zu berichten. Unseren letzten Stop machten wir auf Don Det, einer Insel im Mekong. Die Region wird aufgrund der vielen Inseln, die besonders in der Regenzeit hervortreten 4000 Inseln genannt.

Die Reise von Vientiane zu der Insel haben wir im Sleeping Bus verbracht. Das ist ein Reisebus, der statt Sitze Betten bzw. So etwas ähnliches hat. Wir haben fest gestellt, das es beim Komfort und Platz Unterschiede zwischen den Bussen gibt. Wir hatten einen weniger guten Bus erwischt. Das lag aber vielleicht auch daran, dass wir erst wenige Stunden vor Abfahrt gebucht hatten.
Der Bus war ein Doppeldecker Bus, in dem man nicht stehen, sondern nur kriechen konnte. Unten gab es teilweise nicht mal Fenster. Wir lagen oben ganz hinten, hatten also den meisten Spaß mit den Laotischen Straßenverhältnissen. Die Betten waren bei der Länge auf Asiaten ausgelegt, was aber OK gewesen wäre. Was wirklich doof war, war die Tatsache, dass wir am Kopfende einen großen Metallkasten hatten, der sich als Sicherungskasten entpuppte und gefühlt 100 Grad heiß war. In der Nacht wurden wir mehrmal von dem Busfahrer geweckt, da er den Kasten öffnen musste um unter der Großzügigen Verwendung von Isolierband irgendwas zu reparieren. Dazu kam, dass die Klimaanlage im Bus defekt war, wir aber auf die Asiatischen Eisschrank Busse eingestellt waren. Kurz gesagt, es war eine wenig entspannende Nacht. Morgens früh wurden wir dann in einen kleinen Minibus umgeladen und zur Insel gefahren. Am Schluss mussten wir noch kurz auf aufs Boot umsteigen und waren endlich auf Don Det.
Weil das Angebot an Unterkünften bei Agoda sehr mager war, haben wir im Vorfeld kein Guesthouse gebucht.Wir hatten aber von einem netten Guesthouse gehört, das unter Deutscher Leitung steht. Dort sind wir dann hin und haben für 5€ pro Nacht ein nettes Bungalow mit Hängematten und Terrasse direkt am Mekong bekommen. Dabei gab es ein kleines Restaurant in dem es neben asiatischem Essen auch deutsche Klassiker wie Schnitzel oder Geschnetzeltes gab. Lutz, der Besitzer war sehr bemüht und hat uns auch mit Tips zur Insel geholfen.
Auf der Insel waren wir 4 Tage und haben uns es gut gehen lassen. Wir haben die Mekong Wasserfälle besucht, waren oft schwimmen, haben sehr gut gegessen und viel in der Hängematte gelesen. Außerdem haben wir viele nette Leute kennen gelernt, da Lutz’s Restaurant scheinbar ein Geheimtip für Backpacker ist, die sich nach westlichem Essen sehne. Dort haben wir auch Lui und Stephanie kennen gelernt, Schweitzer, die sich auf einer 13 Monate Reise befinden mit der Transsibirischen Eisenbahn nach Asien kamen. Die beiden haben einen interessanten Blog, den ihr hier findet.

Von der Insel runter hieß es für uns wieder Bus fahren um nach Kambodscha zu kommen. Damit die Fahrt nicht zu lang wurde, haben wir eine Nacht in Kratie verbracht, wo es nicht viel zu sehen gab. Also sind wir am nächsten Tag weiter. Leider haben wir uns von der Warnung vor Minibussen in Kambodscha, die im Lonely Planet ausgesprochen wurde nicht beirren lassen und haben eine Minibus nach Siem Reap gebucht, da es schneller gehen sollte. Die Minibusse hier sind wie ein 9 Sitzer Bus in Deutschland mit ein paar Unterschieden. Der lustigste Unterschied ist wohl noch, dass hier nur Mercedes Minibusse rum fahren. Der Stern prangt auf allem, dem Kühlergrill, den Spiegeln, auf Aufklebern usw. In Wirklichkeit sind es aber Busse der chinesischen Billigmarke Ssang Yong. Wir wurden um halb 8 abgeholt (7 sollte es sein) und es ging los. Der Bus hatte 14 Plätze und wir waren ca. 18 Personen + Gepäck, das auf dem Boden verteilt wurde. Dem entsprechend angenehm war die Fahrt ohne Klimaanlage auch. Nach ein paar Stunden wurde an einer Ecke angehalten und wir sollten umsteigen. Auf den ersten Blick war es eine Verbesserung, denn wir waren nur gut 10 Personen an Bord. nach kurzer Zeit hielt der Fahrer aber und es wurde 4 Roller verladen. Die Roller bekamen den Platz halb im Auto halb draußen, mit viel Schnur gesichert. Eine Person fuhr auf einem der Roller mit um bescheid sagen zu können falls sich etwas lösen sollte (was natürlich auch passierte). Also verbrachten wir diesen Teil auch wieder zu viert auf drei Sitzen.
Jetzt sind wir aber seit gestern Abend in Siem Reap. Wir wollten heute noch nicht nach Angkor starten, sondern erst mal die Stadt anschauen und alles planen. Eigentlich wollten wir uns Electro Bikes mieten und so nach Angkor fahren, wir haben uns dann aber wegen dem schlechten Angebot für ein Tuk Tuk mit Fahrer entschieden, der für 3,5 Tage 40$ von uns bekommt. Wir haben eben schon den Sonnenuntergang in Angkor bewundert, da das 3 Tages Ticket ( das schlappe 40$ pro Person kostet) wenn es nach 17 Uhr gekauft wird erlaubt, den Abend vor dem ersten Besuch umsonst zu nutzen. Also sind wir mit unserem Tuk Tuk Fahrer zum Phnom Bakheng, dem Tempelberg, um mit tausenden anderen Touristen den Sonnenuntergang zu schauen. Morgen um 8 Uhr werden wir dann wieder abgeholt und werden schauen, ob wir es schaffen den Touristenmassen etwas zu entkommen.

Ein Gedanke zu „4000 Inseln

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