Segeltörn zu den Whitsunday Islands

Hallo,

wir sitzen grade in Gladstone in der Library um dem miesen Wetter ein wenig zu entkommen. Seit Tagen ist es mehr oder weniger nur am regnen. Letzte Woche, von Donnerstag bis Samstag, haben wir besagten Segeltörn auf der On Ice gemacht. Die Crew bestand lediglich aus zwei Leuten. Zum einen aus Jessie, einem einäugigen netten Skipper und Steff, dem Mädchen für alles. Sie kochte für uns, und half bei allen anfallenden Aufgaben die ein Boot mit sich bringt.Insgesamt waren wir zu 12 an Board. Neben der Crew und uns beiden, war ein belgisches Geschwisterpaar, sowie 3 Paare aus England mit an Board. Die Gruppe harmonierte recht gut und wir hatten keine Probleme uns zu unterhalten, obwohl ein englisches Pärchen um einige Jahre älter als alle anderen waren. Matthias war mit 24Jahren der jüngste an Board.  Die Kojen und das „Badezimmer“ waren sehr klein, der Wasserhahn des Waschbeckens fungiete gleichzeitig als Duschkopf. Dazu musste lediglich das Klopapier verstaut werden und schon wurde aus dem Klo eine passable Dusche. Die Spülung des Klos war über eine elektronische Pumpe geregelt, welche ziemlich laut war. Leider war das Klo direkt neben unseren Zimmern bzw. Betten. Nach der ersten Nacht haben wir uns aber dran gewöhnt.

Nachdem wir vom Hafen in Airlie Beach abgelegt haben, fuhren wir zur Tongue Bay, dem Spot, den wir uns am zweiten Tag morgens ganz früh angucken wollten. In dieser Bay lagen leider einige wenige andere Boote, so dass wir uns dazu entschieden am zweiten Tag morgens um 6:45h aufzubrechen um den Lookout über den Whitehaven Beach zu begehen. Dort erzählte Steff uns einige Details über die Inseln und den sehr feinen Sand ( es ist verboten Sand mitzunehmen, Strafen bis zu 20.000$ fallen dort an).

Danach gingen wir ein Stück über den Strand und sahen kleine Lemon Sharks sowie Sting Rays. Das Wasser dort ist wirklich sehr klar. Leider vermieste uns das Wetter die richtig guten Fotos. Es war sehr bewölkt und teilweise regnete es auch. Zurück auf dem Boot, fuhren wir in eine andere Bucht. Dort durften wir erstmalig den lässig sitzenden Stingersuit anziehen, der uns vor den seltenenIrukandji Jellyfishs bewahren sollte. In der Bucht versuchten wir uns an standup paddelboards. Das war eine witzige und zugleich recht anstrengende Erfahrung.  Nach dem Mittagessen sind wir dann geschnorchelt. Für mich (Jörn) war es das erste mal, daher war ich trotz nicht ganz klarem Wasser und den nicht auftretenden Schildkröten zufrieden. Matthias, der schon geschnorchelt hat, wollte eben gerne ein Unterwasserfoto mit einer solchen Schildkröte aufnehmen, dies blieb leider aus. Anschliessend nutzten wir erstmals beide Segeln, da der Wind günstig stand. Nach kurzer Zeit und heftigem Wellengang, riss das Hauptsegel und wir mussten uns wieder mit dem Motor begnügen. Wir fuhren zu einer Nachbarinsel , der Hookisland, und ankerten. Dort haben wir am dritten und letzten Tag noch zwei mal die Möglichkeit gehabt, das komplette Equipment, welches das Boot zur Verfügung hatte, zu nutzen. Neben den stand up paddelboards, war es ein durchsichtiges Kanu und eine große luftgefüllte „Matratze“. Samstags gegen 11h brachen wir letztenendes wieder Richtung Airlie Beach auf.

Anschließend packten wir unsere Sachen in Kornelius und holten unsere wichtigen Utensilien aus dem Locker wieder ab und brachen Richtung Süden auf. Mackay und Rockhampton haben wir nur einen kurzen Besuch abgestattet. Nun warten wir eigentlich auf gutes Wetter, das kann aber noch einige Zeit dauert. Dennoch wollen wir nicht noch mal eine Tour machen bei solch schlechtem Wetter.

Gestern Abend auf einem Free Campground trafen wir zufällig auf eine Truppe Maler, ein multinationaler Abend. Es waren Leute aus Papua Neuguinea, Australien, Schottland, Niederlande, Deutschland und später noch Frankreich dabei. Die Maler tranken reichlich Bier und Bundaberg Rum mit Cola. Der Rum kommt aus Bundaberg, ca. 150km südlich gelegen. Abends bestellen die Maler Pizza. Diese wurde jedoch nicht geliefert, da die Bestellung als Fake-bestellung gehalten wurde, man kan es dem Pizzaladen nicht verübeln, da ein Free Campground als Lieferort nicht als seriös gehalten wird. Letztenendes musste ich mit dem Chef der Maler (Rick, aus Nimwegen) zum nächsten Pizzaladen und Bottleshop fahren. Dabei nutzten wir nicht Kornelius, sondern den zwei Wochen alten Toyota Hillux, mit Komplettausstattung für 73.000$. Rick schien also entweder sehr betrunken gewesen zu sein( und das war er definitiv) oder er vertraute mir einfach. Als Fazit kann man zu dem Abend nur sagen, dass er sehr unterhaltsam war und wir recht viel Spaß hatten.

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