Fraser Island

Hallo wir melden uns zurück von einem Drei-Tages-Trip nach Fraser Island, der größten Sandinsel der Welt. Die Insel besteht komplett aus Sand und ist teilweise von Regenwald bewachsen.Da dort keine Menschen (außer ein paar Rangern) leben gibt es auch keine Straßen wie wir sie kennen. Gefahren wird am Strand oder durch sandige Waldwege und das natürlich mit Geländewagen (4WD oder 4 wheel drive genannt). Da wir uns keiner fertigen Tour anschließen wollten kam nur der Leih eines solchen Gefährtes in Frage also besuchen wir uns Hervey Bay, dem nächsten Ort am Festland, diverse Autoverleiher. Beim dritten wurden wir dann auch fündig und mieteten uns für drei Tage einen Toyota Landcruiser. Der Vermieter besorgte uns auch die Fährtickets, Camping Erlaubnis so wie der Erlaubnis die Insel zu befahren.

Also ging es am Dienstag um 6:45 los Richtung Fraser Island. Bepackt waren wir mit unserem Zelt, Isomatten, Lebensmitteln uns Wasser für drei Tage. Um zu sparen wollten wir nämlich unser eigenes Zelt testen, was beim kauf von Kornelius dabei gewesen war.

Die Überfahrt daurte nur 30 Minuten danach standen wir nach 100 Metern an einem sandigen Berg mit riesigen Spurrillen. Also schalteten wir auf Allradantrieb um und los ging der Spaß über Sand, Wurzeln, Steine und noch mehr Sand. Um den anderen Touristen zu entkommen fuhren wir erst mal Richtung Süden zu einem Schiffswrack, dass man leider nur aus der Ferne bewundern konnte, da es keinen Weg dort hin gab. Danach fuhren wir wieder nördlich zu mehreren Seen mit blauem Wasser, weißem Sand (der so fein ist, dass er unter den Füßen quitscht) und Süßwasser. Diese Seen sind die einzige Möglichkeit auf Fraser Island schwimmen zu gehen, da es im Meer starke Strömungen und jede Menge Haie gibt. Außerdem war Süßwasser eine willkommene Abwechslung.

Die Abkühlungen in den Seen waren uns bei Sonne und 30°C sehr willkommen, auch wenn wir  uns an dem Bekanntesten der Seen, Lake McKenzie aufgrund der Touristenmassen nicht sehr wohl fühlten. Dieser See ist einer der Anlaufpunkte für diverse Tagestouren die dort zur MIttagszeit Pause machen. Da sich ein paar Freunde aus St. Geroge an dem Tag mit solch einer Tour die Insel anschauten, hofften wir uns dort treffen zu können. Ohne Handyempfang (den es auf der Insel fast nicht gibt) war es aber leider nicht möglich.

Die Fahrzeuge der Tagestouren müssen natürlich auch Allradgetrieben sein. Es ist eine Mischung aus Allrad LKW und Reisebus die 20 – 30 Personen auf einmal befördern.

Nach dem wir die Seen im Inselinneren erkunden hatten fuhren wir richtung Ostküste, genauer dem 75 Mile Beach, auf dem man die Insel am schnellsten bereisen kann. Dort ist es erlaubt bis zu 80 km/h zu fahren, im Inselinneren sind es nur 30 km/h. Am Strand muss man darauf achten dass man immer nur dann fährt wenn Ebbe ist, da der Sand weiter oben am Stand weich ist und man stecken bleiben kann. Außerdem ist der Spritverbrauch weiter unten im harten Sand geringer. Außerdem gibt es viele Bäche die ins Meer fließen und tiefe Gräben in den Sand ziehen. Man muss auch auf den Verkehr achten, auch dort gilt Linksverkehr und es sind mehr Autos unterwegs als man denkt.

Auf einem weiteren Abstecher ins Inland fanden wir uns nach einer kleinen Wanderung mitten im Sand wieder. Wir kletterten auf eine Sanddüne um einen besseren Blick zu haben und nach eine paar sehr steilen Metern standen wir über der Insel und konnten den Regenwald, die Dünen und das Meer bewundern. Da den meisten Touristen der Weg wohl zu weit war, waren wir die ganze Zeit dort alleine.

Unsere erste Nacht verbrachten wir dann hinter einer kleinen Düne am Stand ganz alleine. Leider hat es abends angefangen zu regnen uns zu gewittern, so dass wir uns ins Auto zurück ziehen mussten bevor wir schlafen gingen.

Nach der ersten ungemütlichen Nacht (wir hatten nur Isomatten und unsere Travelsheets dabei) standen wir mit dem Sonnenaufgang um 5 Uhr auf, da wir nur bis 7 Uhr den Stand befahren konnten, da danach die Flut einsetzte.

Als erstes fuhren wir weiter nördlich zum Maheno Ship Wreck, einem Schiff dass 1935 auf dem Weg zum Schrottplatz dort angespühlt wurde und seit dem dort verrostet. Das beeindruckende Schiff konnten wir um die Zeit noch vollkommen alleine bewundern.

Danach ging es weiter nördlich zum Indian Head, einer Landzunge von der man einen fantastischen Blick auf das Meer und die Strände hat. Da wir nun bis Mittags auf die nächste Ebbe warten mussten um weiter fahren zu können gingen wir weiter nördlich den Strand entlang zu den Champagne Pools, dem einzigen Ort auf Fraser Island wo man im Meer schwimmen kann. Dort ist man durch Felsen geschützt, die von den Wellen immer wieder überflutzt werden uns so ein natürliches Freibad bilden.

Weider zurück am Auto haben wir uns über das Verbot des Vermieters hinweg gesetzt und sind den Strand wieder runter gefahren da wir keine 5 Stunden warten wollten. Zwischendurch mussten wir eine Stunde an einem Fluss warten, da das Wasser zu hoch war und wir uns nicht trauten durch zu fahren. Als das Meer was zurück gegangen war konnte es dann weiter gehen. Wir wollten wieder ins Inselinnere zu zwei weiteren Seen. Auf unserer Karte war eine Rundfahrt eingezeichnet die 30km lang war. Der erste See war leider zu dreckig zum baden und auch nicht besonders schönd. Im zweiten konnte man auch nicht schwimmen, dafür aber jede Menge Süßwasser Schildkröten beobachten. Leider konnten wir den Weg nicht abschließen, da uns nach ca. 25km ein Auto entgegen kam und der Fahrer sagte, dass Bäume auf dem Weg lägen und man ohne Säge nicht weiter kam. Also durften wir den ganzen Weg wieder zuück fahren.

Daraufhin sind wir zurück am Strand im Eli Creek schwimmen gegangen, einem Bach, der nicht besonders Tief ist, dafür aber eine ordentliche Strömung besitzt.

Die zweite Nacht schlugen wir unser Lager wieder hinter einer Düne am Strand auf uns es fing wieder an zu regnen, dieses mal aber als wir schon im Zelt waren. Leider war unser kleines Zelt nicht für so viel Wind und Regen gemacht weshalb es eine sehr kalte, nasse und ungemütliche Nacht wurde.

Am nächsten morgen war es bewölkt aber zum Glück hörte der Regen bald auf. Wir trockneten unsere Sachen mit der Heizung des Autos und fuhren noch zwei weitere Rundwege durch die Insel vorbei an Regenwald, riesigen Bäumen und Dingos.

Dingoes sind Wildhunde die es überall auf der Insel gibt. Man soll sich selbst und besonders seine Kinder uns sein Essen vor ihnen schützen, da sie manchmal Aggressiv sind und gerne Essen und Müll klauen. Die Dingoes denen wir begegnet sind waren aber alle friedlich.

Unsere Fähre ging um 3 Uhr zurück und nachdem wir den Landcruiser gegen Kornelius eingetauscht hatten machen wir uns auf den Weg Richtung Noosa.

Nun sitzen wir in Noosa und werden uns die nächsten tage die Stadt anschauen.

In der nächsten Zeit wollen wir uns nochmal mit Piet treffen der Weihnachten in Surfers Paradies verbringt. An Silvester wollen wir dann in Byron Bay sein und uns mit den Leuten aus St. George treffen.

Bis dahin ein schönes viertes Advents Wochenede und eine stressfreie letzte Woche vor Weihnachten.

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