Carnarvon Gorge National Park

Von St George aus, haben wir uns auf den Weg zum Carnarvon Gorge National Park gemacht, etwa 450km nördlich von St George gelegen. Leider sind die letzten 30km vor dem Park unbefestigte Straße, sodass wir und Kornelius ziemlich durchgeschüttelt wurden und es zeitweise nur mit 20km/h vorwärts ging.

Endlich angekommen, haben wir uns mit einem kleinen Picknick gestärkt um danach im Takkaraka Bush Resort einzuchecken. Am ersten Tag sind wir zur Baloon Cave gewandert, eine Stätte an der es Rockart von Aborigines zu sehen gibt. Leider ist dies, zumindest für uns, weniger spannend gewesen als es sich anhört. Anschliessend sind wir noch zum Rock Pool gefahren, ein Abschnitt des Carnarvon Creek in dem baden erlaubt ist. Das Wasser dort war sehr warm und es war wirklich angenehm dort zu schwimmen. Abends sind wir relativ früh ins Bett um für den „Halb-Marathon“ am nächsten Tag fit zu sein.

Kurz vor 7h haben wir unseren Fußmarsch gestartet. Als ersten Stop haben wir den Boolimba Bluff gewählt, da dieser als der schwierigste Punkt gilt. Mit wandern hatte das nicht mehr viel zu tun, es ging schon eher in Richtung Bergsteigen. Oben angekommen hatte es sich der Aufstieg aber definitiv gelohnt. Eine gute Aussicht, etwas betrübt durch diesiges Wetter, lud uns zu einem ersten kurzen Stop ein.

Danach haben wir die Gorge von hinten aus erkundschaftet, bedeutet wir sind die Schlucht ganz bis zum Ende gewandert, etwa 10km, um die einzelnen Highlights auf der Rückkehr zu bewundern.

Big Bend ist der letzte zu erreichende Punkt im Gorge, eine Art Pool mit tollem Flair. Direkt davor befindet sich die Boowind Gorge, eine enge und atemberaubende Schlucht die sich mehrere Kilometer lang um viele Kurven windet. Für uns eines der besten Highlights des Parks.

Nächster Halt war die Cathedral Cave, eine weitere aber größere Stätte bei der  es Rockart von Aboriginies zu sehen gibt. Genauso die Art Gallery, die wir dann relativ zügig abgearbeitet hatte.

Am Wards Canyon angekommen, vorbei an einem kleinen Wasserfall  sahen wir die einzigen Königsfarne in Central Queenland, ansonsten kommen diese nur in Küstennähe vor. Einen recht tropischen Eindruck elebten wir dort.

Vorletzter Ort war das Amphitheater, entstanden durch Wassererosion wurde quasi eine Höhle mitten durch das Gestein gespült und durche eine Spalte nach aussen getragen.

Der Moss Garden war schlussendlich unser letzter Halt. Dort gab es Sandgestein zu bestaunen, welcher Regenwasser aufnimmt, um ihn im Anschluss über Moos und Farne als große Regentropfen wieder abzugeben.

Leider ist die Wanderstrecke kein Rundgang, sodaß wir gezwungen waren alles an einem einzigen Tag zu erkunden. Zusammenfassend war der Tag sehr schön, ziemlich anstrengend; immerhin sind wir zwischen 25-28km gewandert und das bei tropischen Wetter; und wohl unvergesslich. Nachmittags waren wir froh Kornelius wieder zu sehen, die Wanderschuhe auszuziehen und eine kalte Dusche zu nehmen.

Nachdem wir uns frisch gemacht hatten, machten wir uns auf den Weg Richtung Cairns, wobei wir nur noch lediglich 160km gefahren sind an diesem Tag.

Wir hoffen, dass die Fotos ansatzweise das wiedergeben können was wir live gesehen haben.

Kommentar verfassen